Norwegerinnen auf Rang zwei
Staffelsieg nach Zittereinlage am Schießstand

Die deutschen Biathletinnen haben auch nach der Verkürzung der Staffel-Distanz auf 4x6 Kilometer groß aufgetrumpft. Allerdings benötigten sie zum Sieg in Östersund nach einer Zittereinlage vom Kati Wilhelm die unfreiwillige Hilfe der norwegischen Schlussläuferin Gunn Margit Andreassen.

HB/dpa ÖSTERSUND. Mit den drei Olympiasiegerinnen Katrin Apel (Frankenhain), Uschi Disl (Moosham) und Kati Wilhelm (Zella-Mehlis) sowie Team-Neuling Simone Denkinger (Gosheim) gewann das deutsche Quartett trotz zwei Strafrunden der Zella-Mehliser Schlussläuferin. Platz zwei ging wie in Salt Lake City an Norwegen (17,4 Sekunden zurück) vor Russland (40,4 s zur.).

Obwohl die deutsche Staffel bis zum letzten Wechsel deutlich auf Siegkurs war, wurde es am Ende noch spannend. Kati Wilhelm traf mit ihren acht Schüssen nur drei Scheiben und lud Norwegen förmlich zum Überholen ein. Dass es trotzdem zum Sieg reichte, verdankte die Doppel-Olympiasiegerin der norwegischen Schlussläuferin Gunn Margit Andreassen, die angesichts der Siegchance nervös wurde, mit den letzten vier Patronen die fünfte Scheibe verfehlte und auch eine Strafrunde drehen musste. "Sie hat mir damit ein Geschenk gemacht. Wenn sie getroffen hätte, wäre der Sieg weg gewesen", stellte Kati Wilhelm glücklich lachend fest.

Zuvor hatte Startläuferin Katrin Apel hatte mit 28,3 Sekunden Rückstand zu der führenden Norwegerinnen als Vierte gewechselt. Uschi Disl brachte das Quartett mit einem wahren Sturmlauf und Tagesbestzeit deutlich an die Spitze, die Simone Denkinger gegen die schwach schießenden Verfolgerinnen trotz vier Nachlader auf 47,1 Sekunden ausbaute.

"Läuferisch bin ich noch nicht so gut wie am Ende des vergangenen Winters", schätzte Katrin Apel ein. Uschi Disl, die sich den Frust der fünf Strafrunden vom Sprint am Vortag von der Seele gerannt war, meinte kurz und bündig: "Irgendwann muss es bei mir ja auch Mal klappen." Simone Denkinger bekannte, vor dem Rennen sehr nervös gewesen zu sein. "Das war das schwierigste Stehend-Schießen meines Lebens, aber auch eine große Ehre, in dem Quartett laufen zu dürfen", bemerkte die überglückliche Schwäbin nach ihrem ersten Weltcup-Einsatz in der Staffel.

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