Norwegischer Etappensieg
McEwen setzt sich von Zabel ab

Lance Armstrong ist im Gelben Trikot auf der Zielgeraden. Die letzten 194 Tour-Kilometer bevor sein vierter Gesamtsieg in Folge feststeht, nimmt der Texaner weiter mit dem unverändert beruhigenden Vorsprung von 5:06 Minuten vor Joseba Beloki (Spanien) in Angriff.

HB BOURG-EN-BRESSE. Auch die 18. Etappe der 89. Tour de France lief am Freitag über 176,9 km zwischen Cluses und Bourg-en-Bresse ganz nach seinem Wunsch. Nicht so für Erik Zabel (Unna), der im Schlussspurt um Rang elf einen Punkt gegen Robbie McEwen (Australien) im Grünen Trikot verlor.

Schon nach vier Kilometern hatten sich zehn Ausreißer abgesetzt. Von ihnen sicherte sich der Norweger Thor Hushovd, der in der ersten Tour-Woche noch vor der Aufgabe stand, den Etappensieg im Spurt einer am Schluss drei Fahrer umfassenden Spitzengruppe vor Christophe Mengin (Frankreich) und Jakob Piil. Der Däne war im Endspurt aus den Pedalen gerutscht. Der Ansbacher Jörg Jaksche vom Once-Team wurde 33 Sekunden nach Hushovd Fünfter.

Den Spurt des Verfolgerfeldes mit einem Rückstand von 11:46 Minuten auf Hushovd gewann McEwen vor Zabel, der sich mit seinem Team - anders als auf dem anspruchsvollen Profil geplant - am Schluss nicht absetzen konnte. Darauf hatten Telekom und Zabel eigentlich spekuliert. "Wir hatten gestern ein solches Szenario besprochen, aber leider hat es nicht geklappt", sagte Teamchef Rudy Pevenage. Dennoch entscheidet erwartungsgemäß die 20. und letzte Etappe am Sonntag auf die Champs Elysees, wer das Grüne Trikot mit nach Hause nehmen darf.

Die Ausreißer hatten sich kurz nach dem Start formiert. Mit dabei war neben Jaksche auch der spurtstarke Telekom-Profi Gian-Matteo Fagnini (Italien). Vor den zehn Fahrern lagen sieben Steigungen der mittleren Kategorien. Die Gruppe hatte einen Maximal-Vorsprung von fast zehn Minuten, der im Finale sogar noch auf über 12 Minuten anwuchs. 16 km vor dem Ziel löste sich das Trio, das später den Sieg ausmachte. Beim Spurt des Feldes fehlte Zabel vermutlich Fagnini. Trotz Umstellung beim Anfahren für den Weltranglisten- Spitzenreiter - Steffen Wesemann blieb diesmal bis zuletzt an der Spitze - ließ sich McEwen nicht verwirren und schlug Zabel wie so oft vorher.

Der vorsichtige Armstrong wird auch am Freitag die Champagner- Flaschen noch geschlossen lassen. Auf dem Wunschzettel des 30-jährigen Texaners steht der Sieg im Zeitfahren am Samstag über 50 km von Régnié-Durette nach Macon ganz oben, gleich unter dem vierten Toursieg in Folge. Das erste Zeitfahren in der ersten Tourwoche in Lorient hatte Armstrong überraschend gegen den Kolumbianer Santiago Botero um 11 Sekunden verloren. Der Mann in Gelb will Revanche und fiebert auf hügeligem Parcours seinem vierten diesjährigen Etappensieg entgegen. dpa az yybb ce 261732 Jul 02

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