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Norwegischer Stab: "Kursk" hat sich mit eigenen Waffen versenkt.

Norwegens Militärs halten die russische Behauptungen über die angebliche Kollision des Atom-U-Bootes für Propaganda

dpa OSLO/BODÖ. Norwegische Militärstellen haben am Dienstag russische Behauptungen über die angebliche Kollision des Atom-U- Bootes "Kursk" mit einem anderen U-Boot oder Schiff scharf zurückgewiesen. Der Oberkommandierende der Nordstreitkräfte, Einar Skorgen, sagte in Bodö, dies sei "interne russische Propaganda"

Stabssprecher Kjell Grandhagen erklärte in der Zeitung "Dagbladet", dass sowohl nach Messungen seismologischer Institute wie auch durch Beobachtungen von dem in der Barentssee stationierten norwegischen Überwachungsschiff "Marjata" aus als sicher anzusehen sei, dass es am Samstagmorgen zwei Explosionen an Bord der "Kursk" gegeben habe. Die erste und kleinere sei durch ein Waffensystem an Bord ausgelöst und selbst wiederum wahrscheinlich Ursache für die zweite und größere gewesen. Grandhagen sagte, es gebe dafür auch "andere Informationsquellen" als die eigenen Messungen, machte aber keine näheren Angaben.

Die norwegischen Stellen hatten ihre Messergebnisse einschließlich der zweiten Explosion mit einer Stärke von 3,5 auf der Richterskala erst Mitte der Woche öffentlich bekannt gegeben, nachdem russische Stellen zuvor den Zeitpunkt der Havarie von Sonntag auf Samstag korrigiert hatten.

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