Norwegischer Versorger will größter Versorger in Nordeuropa werden
Statkraft will seinen Sydkraft-Anteil nicht an E.ON verkaufen

Reuters OSLO. Der norwegische Versorger Statkraft will das Übernahmeangebot der E.ON AG für die schwedische Sydkraft AB nicht annehmen und seinen Anteil von 35,7 Prozent behalten. Am letzten Tag der von E.ON gesetzten Übernahmefrist teilte Statkraft am Montag in Oslo mit, die Entscheidung hänge mit der Strategie zusammen, einer der größten Versorger in Nordeuropa werden zu wollen. E.ON hatte 240 schwedische Kronen für jede A-Aktie und 200 Kronen für jede C-Aktie von Sydkraft geboten. Das Düsseldorfer Unternehmen strebt nach eigenen Angaben nur eine einfache Sydkraft-Mehrheit an. Wieviele Aktien bis zum Montag angedient wurden, war von E.ON zunächst nicht zu erfahren.

E.ON hält über ihre Tochter E.ON Energie nach eigenen Angaben bereits 45,15 Prozent des Kapitals und 45,48 Prozent der Stimmrechte bei Sydkraft. Das Übernahmeangebot hatte der Düsseldorfer Konzern nach einer entsprechenden Aufforderung der schwedischen Börsenaufsicht gemacht. Die EU-Kommission hat die Übernahme vor zwei Wochen genehmigt. Zuvor hatte sich das Management von Sydkraft bereits für die Übernahme durch E.ON ausgesprochen. Skandinavien gehört im Wachstumskonzept von E.ON zu den wichtigen Regionen. Anfang April hatte E.ON ein Übernahmeangebot für den britischen Versorger Powergen Plc angekündigt, wodurch der Konzern über eine Powergen-Tochter auch den Einstieg auf den US-Markt schaffen könnte.

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