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Notarrecht

BGH-Urteilvom 23.10.2003 00:00:00 - IX ZR 324/01



Bundesgerichtshof
Notarrecht


ZPO § 56 Abs. 1; BGB § 709 Abs. 1, § 714

Die gesamtvertretungsberechtigten Gesellschafter einer rechts- und parteifähigen Gesellschaft bürgerlichen Rechts können im Prozess nur einheitliche Anträge stellen.

BNotO § 19 Abs. 1 Satz 1, § 24 Abs. 1 Satz 1



Ein Kläger, der ausschließlich notarielle Pflichtverletzungen bei dem als selbständiges Betreuungsgeschäft übernommenen Urkundsvollzug geltend macht, unterstellt damit nicht zugleich Pflichtverletzungen bei der Beurkundung der Entscheidung des Gerichts.



BNotO § 19 Abs. 1 Satz 3; BGB § 852 a. F.



Vereinbaren die Kaufvertragsparteien, dass der Käufer die auf den Nettokaufpreis zu zahlende Mehrwertsteuer auch durch Abtretung eines Steuererstattungsanspruchs begleichen kann und der mit dem Vollzug beauftragte Notar erst nach vollständiger Bezahlung des Kaufpreises die Eigentumsumschreibung beantragen darf, ist der Antrag frühestens nach Vorliegen einer wirksamen Abtretung zu stellen. Durch eine verfrüht beantragte Umschreibung ist der Verkäufer spätestens dann geschädigt, wenn die Finanzbehörden zu erkennen geben, sie würden auf die Abtretung nicht in voller Höhe zahlen, sowie gegen den Verkäufer einen Haftungsbescheid wegen der danach noch offen stehenden Umsatzsteuer erlassen und wenn die Vollstreckung gegen den wegen des Differenzbetrages verurteilten Käufer aufgrund seiner Zahlungsunfähigkeit scheitert.



BGH-Urteil vom 23.10.2003 - IX ZR 324/01





Quelle: DER BETRIEB, 21.04.2004

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