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Notbremse: Cottbus trennt sich von Trainer Geyer

Mit der überraschenden Trennung von Trainer-Denkmal Eduard Geyer hat Fußball-Zweitligist FC Energie Cottbus auf den drohenden Sturz in die Drittklassigkeit reagiert.

dpa COTTBUS. Mit der überraschenden Trennung von Trainer-Denkmal Eduard Geyer hat Fußball-Zweitligist FC Energie Cottbus auf den drohenden Sturz in die Drittklassigkeit reagiert.

Der Schritt erfolgte nur einen Tag nach der ersten Heimniederlage der Lausitzer in dieser Saison mit 1:2 gegen Alemannia Aachen. Das Training leitet bis auf weiteres der bisherige Co-Trainer Petrik Sander. Nach Angaben von Präsident Dieter Krein hatten sich Präsidium und Verwaltungsrat am Morgen nach der Pleite im eigenen Stadion getroffen. "Wir haben übereinstimmend festgestellt, so kann die Talfahrt nicht weitergehen", nannte Krein als Grund für die Beurlaubung von Geyer. "Es geht nicht um Namen. Um den Lizenz-Fußball in der Lausitz zu retten und Übelstes abzuwenden, mussten wir die Reißleine ziehen."

Geyer war am Mittag in der Kabine und verabschiedete sich emotional und unter Tränen von der Mannschaft. Zu seiner Abwesenheit während der Pressekonferenz am Nachmittag meinte Krein: "Wir wollten ihm einen Abschied unter Tränen nicht zumuten." Geyer war nicht zu sprechen. Sein bisheriger Assistent Thomas Hoßmang gehört wie Sander weiterhin zum Trainerstab. Für einen neuen Chefcoach fehlt dem Club laut Krein derzeit das Geld.

Nach missglücktem Saisonstart hatten die Lausitzer, die die Rückkehr in die Eliteliga im Frühjahr nur knapp verpasst hatten, ihre Ambitionen heruntergeschraubt. Nicht mehr der Aufstieg war nach der anhaltenden Auswärtsschwäche von fünf Niederlagen in sieben sieglosen Spielen das Ziel, im Verein wurde stattdessen nur noch über den Klassenverbleib nachgedacht. Nach der Niederlage gegen Aachen sah man in Cottbus auch dieses Minimalziel gefährdet und steht weiter nur noch zwei Zähler von einem Abstiegsplatz entfernt.

Der Abschied des 60-jährigen Geyer aus Cottbus ist der zweite Trainerwechsel der laufenden Spielzeit nach Jörn Andersen (Rot-Weiß Oberhausen) und der 294. in der Geschichte der 2. Bundesliga seit 1981.

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