Notenbank-Vize Ruogu weist auf stabilisierende Rolle der Handelsüberschüsse hin
China will Yuan nicht aufwerten

China denkt nicht daran, sich von den Amerikaner und den sieben führenden Industriestaaten (G7) zu einer Aufwertung des Yuan zwingen zu lassen. "Dieses Ansinnen entbehrt jeder Logik", sagte Li Ruogu, Chinas Notenbank-Vize, am Rande der Weltwährungstagung unter dem Dach des internationalen Bankenverbandes, Institute of International Finance (IIF).

egl DUBAI. Die Finanzminister und Notenbankchefs der (G7) hatten bei ihrem Treffen in Dubai mit Blick auf China und Japan ihre Forderung nach weltweit flexibleren Wechselkursen formuliert. Der chinesische Notenbank-Vize erteilte vor den im Jumeirah Beach Hotel versammelten Bankern damit insbesondere von US-Finanzminister John Snow erhobenen Forderung nach einer Aufwertung asiatischer Währungen eine Absage.

Pekings Top-Währungshüter erinnerte die anwesenden Vertreter der Hochfinanz daran, dass China der Asienkrise zum Ende der 1990er schließlich Asiens "Stabilitätsanker" gewesen sei.

Als die USA die Politik des starken Dollar verfolgten, hätte Washington nicht vorgeschlagen, dass China den Yuan abwerten solle. US-Finanzminister Snow solle nicht übersehen: "China kauft mit seinen Überschüssen die US-Treasury-Bills, mit denen er die immer höheren Schulden der USA finanzieren kann". Bei einer Aufwertung wichtiger asiatischer Währungen würden die heutigen Handelsüberschüsse abnehmen und damit auch der Spielraum, das riesige Leistungsbilanzdefizit der USA zu finanzieren, sagte Li Ruogu. Dass China auf Abwertungen zur Wettbewerbsverbesserung seit vielen Jahren verzichtet habe, habe sich für Asien und die Weltwirtschaft als Stabilitätsfaktor erwiesen.

Bei der China-Debatte der Großbankenkonferenz bekam Pekings Notenbanker Schützenhilfe von Kenneth Courtis, dem Asien-Chefökonomen von Goldman Sachs.Übersehen werde, dass China nicht nur gegenüber den USA, sondern auch gegenüber den meisten asiatischen Ländern und Schwellenländern wie Brasilien hohe Handelsüberschüsse erziele.

Quelle: Handelsblatt

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