Notfallbehandlung bleibt möglich
Bittere Pille für Rentner in Mallorca

Der Europäische Gerichtshof (EuGH) verhagelt vielen Rentern den Lebensabend im Ausland. Nach einem neuen Urteil kann man für eine Krankenbehandlung nicht ohne weiteres nach Deutschland zurückkehren, wenn man im Ausland versichert ist.

HB BERLIN. Die dortige Kasse muss die oft kostspielige stationäre Behandlung in der alten Heimat genehmigen. Bei einem Nein muss sich der Rentner mit einer Behandlung im Ausland abfinden. Nach Meinung des EuGH darf die Kasse entscheiden, ob kostspieligere Auslandsbehandlungen notwendig sind oder ein ähnlicher Gesundheitsschutz nicht auch vor Ort gewährleistet werden kann.

Deutsche Rentner im Ausland, die sich zu Hunderttausenden vor allem in den Staaten rund um das Mittelmeer niedergelassen haben, dürfte diese Entscheidung hart treffen. Nicht unbedingt die gestiegene Qualität der örtlichen Krankenhäuser sondern Sprachbarrieren und verbliebene Angehörige lassen eine Behandlung in Deutschland vielfach attraktiver erscheinen. Will man die Kosten nicht selbst tragen, brauchen im Ausland gesetzlich Versicherte eine Unterschrift der Auslandskasse unter das Formular E 112. Der Rückreise aus gesundheitlichen Gründen hat der EuGH damit einen Riegel vorgeschoben, der sich nur durch eine kostspielige private Zusatzversicherung bei Seite schieben lässt.

Möglich bleibt dagegen die Notfallbehandlung im Ausland. Wie der EuGH in anderer Sache vor kurzem entschied, können auch chronisch kranke Menschen eine Notfallbehandlung im Ausland in Anspruch nehmen. Hier reicht der sogenannte Auslandskrankenschein E 111 aus.

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