Notfallhilfe für Zahlung der Stromrechnungen gefordert
Jugoslawien beantragt Wiederaufnahme in OSZE

afp BELGRAD. Jugoslawien hat am Montag seine Wiederaufnahme in die Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) beantragt. Die amtierende OSZE-Präsidentin Benita Ferrero-Waldner sagte in der jugoslawischen Hauptstadt, Belgrad habe die Bedingungen der OSZE für eine Wiederaufnahme akzeptiert. Jugoslawien könne nun möglicherweise schon beim nächsten OSZE-Ministertreffen Ende November wieder in die Organisation aufgenommen werden. Jugoslawiens Mitgliedschaft in der OSZE war 1992 wegen des Bosnien-Krieges ausgesetzt worden.

Ferrero-Waldner war zuvor mit dem jugoslawischen Präsidenten Vojislav Kostunica zusammengetroffen. Kostunica stimmte bei dem Treffen einer Entsendung von OSZE-Beobachtern zu den vorgezogenen Parlamentswahlen am 23. Dezember zu.

Der neue jugoslawische Regierungschef Zoran Djindjic forderte beim Besuch Ferrero-Waldners eine Notfallhilfe von mindestens 60 Millionen Mark in den kommenden zwei Wochen, um vor Wintereinbruch die Stromrechnungen zu bezahlen. Die ausstehenden Stromrechnungen seien momentan das größte Problem, sagte Zizic vor Journalisten.

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