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Notizen zum 32. Spieltag

Der Ball ist bunt – auch neben den sportlichen Ergebnissen hatte der 32. Spieltag manch anderes zu bieten.

dpa HAMBURG. Servus, Effe: Schon vor den Querelen um Stefan Effenberg war das Stadionheft des FC Bayern München in Druck gegangen und erlangte für das Spiel gegen Hertha BSC ganz ungewollt besondere Aktualität. "Servus Effe" prangte in dicken Lettern über einem seitengroßen Bild des suspendierten Mittelfeldmannes. Sanftmütig und gedankenverloren blickte der als "große Spieler-Persönlichkeit" gepriesene Effenberg vom Titelblatt. Doch gegen Berlin durfte er nicht mitspielen. Mit seinen Äußerungen über Arbeitslose hatte er sich aus dem Kader gegen Hertha BSC geredet.

Energie-Lyrik: Der erneute Klassenverbleib von Energie Cottbus durch das 0:0 in Stuttgart vor einer Woche spornt auch zu lyrischen Höchstleistungen an. Der Dresdner Musik- und Theaterkritiker sowie Energie-Fan Gottfried Blumenstein beschreibt die Erleichterung in der Lausitz so: "Die Baumwipfel erzitterten in den Tagebaubrachen, in Cottbus wurde die Walpurgisnacht vorverlegt und spontane Eheversprechungen bahnten sich an, um korrekt der Lust zu frönen."

Ungewöhnlicher Besuch: Bremens Nationalspieler Torsten Frings tauchte nach dem Spiel plötzlich in der Bayer-Kabine auf und ergatterte das Trikot von Michael Ballack. Auf die Frage, wie denn die Stimmung bei den Leverkusener gewesen sei, antwortete der zukünftige Dortmunder: "Die waren schon eher traurig".

Beinahe-Rekord: Mit der 3:0-Führung nach sieben Minuten hätte der VfL Wolfsburg gegen Hansa Rostock beinahe einen Rekord aufgestellt. Mitarbeiter des ZDF wühlten in ihrem Archiv und stellten fest: Nur der 1. FC Köln war vor 21 Jahren beim 4:1-Sieg gegen 1860 München noch ein bisschen schneller mit seinen Treffern.

Rekord: Borussia Dortmund meldet einen Rekord. Beim zweitletzten Heimspiel gegen den 1. FC Köln pilgerten 68 600 Zuschauer in das Westfalenstadion. Damit wurde die Millionen-Grenze in dieser Saison überschritten. Zusammen mit dem bereits ausverkauften letzten Duell mit Werder Bremen wird sich die Gesamtzuschauerzahl auf insgesamt 1,090 Millionen belaufen. Die alte Bestmarke aus der Spielzeit 1998/99 lag bei 1,034 Millionen.

Ärger: Richtig sauer sind Schalkes Trainer Huub Stevens und Manager Rudi Assauer auf die Verantwortlichen der dänischen Nationalelf. Hintergrund: Ebbe Sand ist am Donnerstag bereits zum dritten Mal mit einer Verletzung von einem Länderspiel zurückgekehrt. Wegen eines Bänderanrisses im Sprunggelenk, den er am Mittwoch gegen Israel (3:1) erlitt, konnte der Stürmer gegen Nürnberg nicht spielen.

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