Notlandung versucht
80 Tote bei Hubschrauber-Absturz

Beim Absturz eines Armee-Hubschraubers in der russischen Kaukasusrepublik Tschetschenien sind nach Agenturmeldungen mehr als 80 Soldaten getötet worden. Moslemische Rebellen erklärten, sie hätten den Hubschrauber abgeschossen, während die russische Regierung von technischen Problemen der Maschine berichtete.

Reuters MOSKAU. Der Großraumhubschraubers des Typs Mi-26 war in der russischen Republik Nord-Ossetien gestartet und auf dem Flug nach Chankala gewesen. Die Maschine stürzte bei Chankala ab, das nahe der tschetschenischen Hauptstadt Grosny liegt. Die russische Nachrichtenagentur Itar-Tass meldete unter Berufung auf Kreise im Hauptquartier der Armee in Chankala, 85 Soldaten seien bei dem Absturz ums Leben gekommen. Der stellvertretende russische Generalstaatsanwalt Sergej Fridinski sagte der Agentur Interfax zufolge, an Bord der Maschine seien inklusive der fünf Besatzungsmitglieder 132 Insassen gewesen. Interfax meldete, 32 Menschen hätten überlebt.

Auf ihrer Internetseite (www.chechenpress.com) erklärten tschetschenische Rebellen, sie hätten den Hubschrauber mit einer Rakete abgeschossen. An Bord der Maschine seien Angehörige des militärischen Geheimdienstes gewesen. Ein Rebellensprecher im benachbarten Georgien sagte ebenfalls, der Hubschrauber sei abgeschossen worden. Extremisten der moslemischen Bevölkerung kämpfen seit Jahren für die Unabhängigkeit des Landes im Kaukasus von der Russischen Föderation.

Ein Sprecher des Verteidigungsministeriums sagte im staatlichen Fernsehen ORT, der Pilot habe einen Brand in einem der Triebwerke gemeldet und um Erlaubnis für eine Notlandung gebeten. Fridinski sagte, Dutzende Tote und Verletzte seien geborgen worden, die genaue Zahl der Opfer aber noch nicht bekannt. Der russische Präsident Wladimir Putin sagte im staatlichen Fernsehsender RTR, er müsse sich noch ein genaues Bild von dem Vorfall machen. "Diese Katastrophe sollte gründlich untersucht werden und wir sollten eine kompetente Kommission so schnell wie möglich dorthin entsenden", sagte Putin.

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