Nouvelles Frontières schloss Geschäftsjahr 1999 mit Verlust ab
Preussag beteiligt sich an Nouvelles Frontières

Die Preussag AG (Hannover) beteiligt sich am französischen Tourismusunternehmen Nouvelles Frontieres. Bis zum Jahr 2002 wolle Preussag 34,4 % der Gesellschaft übernehmen, sagte Vorstandsvorsitzender Michael Frenzel am Mittwoch in Hannover. Nouvelles Frontieres sei der führende französische Anbieter für Pauschalreisen.

dpa-atx Hannover/Paris. Frenzel wollte keine genauen Angaben zum Kaufpreis machen. Die Akquisition erfordere aber keine Kapitalmaßnahmen, sondern solle aus dem Desinvestitionsprogramm der Preussag finanziert werden, betonte der Vorstandschef. Mit diesem Programm will die Preussag AG ihren Umbau zu einem reinen Tourismuskonzern fortsetzen. Im Jahr 2002 soll der Anteil der Tourismussparte am Gesamtumsatz fast 80 % erreichen.

Zeitgleich mit der Bekanntgabe seiner Allianz mit der deutschen Preussag-Gruppe hat der französische Reisekonzern Nouvelles Frontières (NF) am Mittwoch einen Verlust für das Geschäftsjahr 1999 bekannt gegeben. "1999 beklagt Nouvelles Frontières einen Verlust von 36,7 Mill. Franc (elf Mill. DM) bei einem Umsatz von 10,9 Mrd. Franc", erklärte der NF-Chef Jacques Maillot der Zeitung "Le Figaro" (Mittwochausgabe). Vom Umsatz entfielen 3,46 Mrd. Franc auf die Luftfahrt (vor allem Corsair).

Der Konzern hatte bisher keine Geschäftszahlen für 1999 vorgelegt und dies mit Informatikproblemen begründet. Maillot bezifferte die Kosten für die Umstellung der Informatik auf 280 Mill. Franc - geplant seien 100 Mill. Franc gewesen.

Zur Allianz mit Preussag sagte Maillot, sie habe keine Auswirkungen auf das NF-Management. Die Marke werde wie die der Preussag-Tochter TUI eigenständig bleiben, aber ihre Produkte auch über den neuen Partner anbieten. Synergieeffekte würden gezielt gesucht und abgeschöpft. In den kommenden Wochen würden dazu gemischte Arbeitsgruppen eingesetzt werden.

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