Novellierung des Telekommunikationsgesetzes
Telekom-Wettbewerber befürchten Nachteile

Zur Sicherung des Wettbewerbs auf dem deutschen Telekommunikationsmarkt haben rund 20 Telekomanbieter die Bundesregierung aufgefordert, die marktführende Deutsche Telekom AG auch künftig zur Abrechnung aller Gesprächsgebühren zu verpflichten.

Reuters BONN. "Wir haben die Befürchtung, dass alternative Anbieter andernfalls nicht weiter existieren können", sagte das Mitglied der Geschäftsleitung des Anbieters 01051 Telecom, Thomas Rühmer, am Donnerstag in Bonn. Falls die Telekom nicht weiterhin die über Wettbewerber geführten Gespräche abrechnen müsse, werde es bald keine Alternative auf dem Markt zur Deutschen Telekom geben, sagte Rühmer. Grund dafür sei, dass die Konkurrenten der Deutschen Telekom für die selbstständige Abrechnung ihrer Gesprächsgebühren die Preise erhöhen oder ihr Geschäft einstellen müssten.

Zur Untermauerung ihrer Forderung wollen die 20 Telekom-Anbieter der Bundesregierung, der Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post, Verbraucherverbänden sowie der Europäischen Kommission ein Positionspapier vorlegen. Hintergrund der Initiative ist die für dieses Jahr geplante Novellierung des Telekommunikationsgesetzes.

Derzeit ist die Deutsche Telekom verpflichtet, für ihre Konkurrenten die Gesprächsgebühren auf der monatlichen Abrechnung auszuweisen (so genanntes Call-by-Call). Die Wettbewerber befürchten jedoch, dass diese verbraucherfreundliche Regelung auf Druck der Deutschen Telekom AG in der Neufassung des Gesetzes nicht mehr enthalten sein könnte.

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