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Novembervorfreude

Der frühe Herbst ist bekanntlich golden, doch an der Börse nicht unbedingt die gewinnbringendste Jahreszeit. Zuversichtlich blicken die Anleger in den November. Die nun beginnende, meteorologisch eher trübe Jahreszeit sorgt traditionell für höhere Kurse.

Der volatile Börsenmonat Oktober ist überstanden und die Saison der Quartalsergebnisse ist so gut wie vorbei. Eine Fülle guter Nachrichten dürfte die Märkte am Morgen bewegen.



Die Eröffnungsindikatoren deuten auf einen freundlichen Handelsstart. Der S&P 500 Future steht mit rund sieben Punkten in der Gewinnzone. Der Nasdaq Future notiert 39 Punkte im grünen Bereich.



Erfreuliche Wirtschaftsdaten beflügeln die Börse am Morgen. Die Produktivität stieg im vergangenen Quartal auf 3,8 Prozent und kletterte damit 0,8 Prozent höher als prognostiziert. Damit gehen Ängste vor einer möglichen Inflation zurück. Hohe Produktivität gilt als Grundvoraussetzung für ein relativ inflationsfreies Wirtschaftswachstum. Bei der prozentualen Berechnung der Produktivität wird auch die Veränderung der Lohnstückkosten berücksichtigt. Diese fielen mit 2,5 Prozent ebenfalls höher aus als erwartet.



Der gepeinigte Chipsektor könnte Aufschwung von den Zugpferden Intel und Xilinx erhalten. Der weltgrößte Chiphersteller wird nach eigenen Angaben die Umsatzerwartungen im vierten Quartal erfüllen. Die Nachfrage in Asien sei vor allem im Serverbereich weiterhin stark. In Nordamerika sei zudem eine Besserung im PC-Geschäft in Sicht. Das Brokerhaus Paine Webber bestätigt die Einstufung für Intel mit "attraktiv". Xilinx, der weltgrößte Hersteller programmierbarer Chips hat gestern Abend seine Umsatzerwartungen für das laufende Quartal bestätigt. Der Titel war gestern unter Druck geraten, nachdem Altera, die Nummer zwei der Branche, gewarnt hatte, die Umsätze würden geringer ausfallen als erwartet. Zudem erhält Xilinx heute Morgen Unterstützung von der Credit Suisse First Boston, die den Titel mit "aggressiv kaufen" empfiehlt.



Bewegen dürfte sich heute der Automobilsektor. In den USA wurden die Verkaufszahlen für den Oktober veröffentlicht. Der größte Hersteller General Motors hat die Absatzzahlen in diesem Monat um sieben Prozent gesteigert. Ford, die Nummer Zwei, meldet einen Rückgang um 5,5 Prozent. Das Chrysler Geschäft von DaimlerChrysler ist im vergangenen Monat in den USA um 8,4 Prozent zurückgegangenen.



Im Servergeschäft ist die nächste Preisschwelle gefallen. Der größte Computerhersteller IBM hat einen neuen Server entwickelt, der unter 1.000 Dollar kosten wird. Zielgruppen sind kleine und mittelständische Unternehmen. Darüber hinaus teilte Big Blue mit, dass gemeinsam mit Palm, dem weltgrößten Hersteller von elektronischen Notizbüchern, Geschäftssoftware entwickelt werden soll.



The Gap, die größte Bekleidungskette in den USA, hat enttäuschende Verkaufszahlen für Oktober vorgelegt. Die Umsatzzahlen sind um zwei Prozent gefallen. Im Vorfeld des Weihnachtsgeschäfts hat Gap die Lager durch Discountangebote geräumt. Im dritten Quartal dürften die Gewinnmargen dementsprechend belastet werden.

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