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NRW: CDU und SPD nehmen sich gegenseitig Rathäuser ab

Licht und Schatten für SPD und CDU in Nordrhein-Westfalen, Zitterpartie für den CDU-Amtsinhaber in Stuttgart: Das sind die Ergebnisse der Kommunalwahlen vom Sonntag.

dpa BERLIN. Licht und Schatten für SPD und CDU in Nordrhein-Westfalen, Zitterpartie für den CDU-Amtsinhaber in Stuttgart: Das sind die Ergebnisse der Kommunalwahlen vom Sonntag.

Nach dem schwachen Ergebnis der ersten Kommunalwahl-Runde in NRW vor zwei Wochen konnte die SPD Boden gut machen und der CDU die Oberbürgermeister-Chefsessel in fünf Rathäusern sowie zwei Landkreise abnehmen. In ihren Hochburgen Duisburg und Wuppertal mussten die Sozialdemokraten aber schmerzhafte Niederlagen einstecken.

Die SPD stellt nun an Rhein und Ruhr 13 Oberbürgermeister, die CDU noch 10. Die Union bleibt jedoch in den Landkreisen die dominierende Kraft und stellt 27 der 31 Landräte.

Wie schon nach dem ersten Wahlgang zeigten sich CDU und SPD zufrieden. NRW-Ministerpräsident Peer Steinbrück (SPD) sagte: "Das Pendel schlägt langsam zu Gunsten der SPD zurück." Für den CDU - Landesvorsitzenden Jürgen Rüttgers zeigen die Siege in Duisburg und Wuppertal, "dass die CDU in Großstädten gewinnen kann, die bislang immer in Händen der SPD gewesen sind". Das mache Mut für die Landtagswahl in sieben Monaten.

Die erste Runde der NRW-Kommunalwahl hatte die CDU trotz deutlicher Verluste von fast sieben Punkten mit landesweit 43,4 Prozent klar gewonnen. Die SPD musste mit 31,7 Prozent (minus 2,2 Punkte) ihr schlechtestes Kommunalwahlergebnis seit Landesgründung hinnehmen.

Bei der Stuttgarter Oberbürgermeisterwahl verfehlte Amtsinhaber Wolfgang Schuster (CDU) am Sonntag mit 43,5 Prozent im ersten Wahlgang die erforderliche absolute Mehrheit. Nach dem vorläufigen amtlichen Ergebnis kam die SPD-Kandidatin Ute Kumpf auf 32,8 Prozent, Boris Palmer von den Grünen erreichte 21,5 Prozent.

Damit kommt es am 24. Oktober zu einem weiteren Wahlgang, bei dem die einfache Mehrheit ausreicht. Mit Spannung wird in Stuttgart erwartet, ob SPD und Grüne (zusammen 54,3 Prozent) dann versuchen werden, mit einem Kandidaten Schuster in Bedrängnis zu bringen.

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