NRW-Chef der SPD beharrt auf Kanzlerkandidaten
Möllemann will als Parteivize kandidieren

Der nordrhein-westfälische FDP-Chef Jürgen Möllemann will stellvertretender Bundesvorsitzender seiner Partei werden. Er werde für diesen Posten auf dem Parteitag der Liberalen am 4. Mai in Düsseldorf kandidieren, kündigte Möllemann am Mittwoch vor Journalisten in Berlin an. Der designierte FDP-Parteichef Guido Westerwelle hatte Möllemann diese Kandidatur angetragen.

dpa/ap BERLIN. Zugleich bekräftige Möllemann seine Bereitschaft, auch als Kanzlerkandidat der FDP bei der nächsten Bundestagswahl im Jahr 2002 anzutreten. Wenn aber der designierte Parteivorsitzende Westerwelle diese Aufgabe selbst übernehmen wolle, werde er ihn dabei mit seiner ganzen Kraft unterstützen, versicherte er. Westerwelle werde ein "starker Parteivorsitzender" werden. "Ein starker Mann" werde aber "durch einen starken Partner nicht geschwächt", meinte Möllemann weiter.

Möllemann sagte, der Kanzlerkandidat solle auf Vorschlag des Bundesvorsitzenden auf einem eigenen FDP-Wahl-Kongress nominiert werden. Vorschläge des künftigen Parteivorsitzenden Guido Westerwelle will er nach eigenen Angaben unterstützen. Westerwelle hatte bisher Vorbehalte gegen die Benennung eines Kanzlerkandidaten formuliert, weil dadurch `die Grenze zwischen Mut und Übermut überschritten" werde. Möllemann erklärte, er wolle versuchen, zur Beseitigung von Westerwelles Skepsis beizutragen.

Möllemann legte auf der Pressekonferenz einen Brief vor, den er an 1 000 Mandatsträger seiner Partei verschickt hatte. Darin warb er nachdrücklich für das Konzept "18 Prozent", mit dem die FDP bei der Bundestagswahl mindestens 18 Prozent der Wahlerstimmen erreichen will. Zu dieser Strategie gehöre ein eigener Kanzlerkandidat. "Mit halben Sachen gibt es keine ganzen Erfolge", schreibt Möllemann in dem Brief. Wer keinen eigenen Kanzlerkandidaten benennen und dies "hinter dem Wort Spitzenkandidat" verbergen wolle, lehne diese Strategie ab. Nach dieser Strategie solle die FDP bei der Bundestagswahl 2002 mit dem Ziel antreten, ebenso wie CDU/CSU und SPD eine Partei für das Volk zu werden.

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