NRW-Landesumweltministerin Höhn bestätigt
Getötete Schafe aus Neuss hatten MKS-Antikörper

Bei drei der in Nordrhein-Westfalen vorsorglich getöteten Schafe sind nach Angaben von Landesumweltministerin Bärbel Höhn (Grüne) Antikörper von Maul- und Klauenseuche-Viren festgestellt worden.

Reuters BERLIN. Höhn sagte am Dienstag in der ARD, bei den Schafen seien im "grenznachweislichen Bereich" Antikörper im Blut entdeckt worden. Dies bedeute, dass die Tiere in irgendeiner Form "auch mit dem Maul- und Klauenseuchen-Erreger zu tun gehabt haben". Es seien aber zum Glück keine Viren festgestellt worden. Sollten sich die Ergebnisse der Proben bestätigen, werde noch am Abend um den betroffenen Hof in Neuss ein Sperrbezirk gebildet.

"Wir stehen am Rand der Katastrophe", sagte die Ministerin weiter. Da keine Viren festgestellt worden seien, stehe fest, dass die Tiere nicht in den vergangenen sieben Tagen an der Maul- und Klauenseuche (MSK) erkrankt seien. Zuvor könnten sie allerdings mit dem Virus in Kontakt gekommen sein. Da die Proben nur ganz schwach positiv ausgefallen seien, gingen die Experten davon aus, dass die Tiere nur so wenig mit dem Virus in Berührung gekommen seien, dass sie nicht krank geworden seien und leichte Antikörper gebildet hätten.

In Nordrhein-Westfalen war am Dienstag erstmals damit begonnen worden, vorsorglich eine ganze Schafherde mit 1500 Tieren zu töten, die nicht aus Großbritannien stammen. Auf dem Bauernhof in Neuss waren aber nach Angaben der Bezirksregierung Düsseldorf 80 Schafe aus einem von der Seuche betroffenen britischen Bestand entdeckt und getötet worden. Von den getöteten Schafen sowie aus allen Betrieben mit Schweine-Importen aus Großbritannien werden nach einem Beschluss des Bund-Länder-Krisenstabes Blutproben genommen, die im zuständigen Referenzlabor der Bundesforschungsanstalt für Viruserkrankungen in Tübingen untersucht werden.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%