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NRW tötet 350 Schafe zur Vorbeugung gegen Maul- und Klauenseuche

Als vorbeugende Maßnahme gegen die Maul- und Klauenseuche sind erstmals auch in Deutschland Tiere getötet worden. In zwei Agrarbetrieben in Nordrhein-Westfalen wurden nach Angaben des NRW-Agrarministeriums am Sonntag und seit Montagfrüh 350 Schafe geschlachtet, die aus einer von der Seuche betroffenen Farm in Großbritannien stammen

ddp/vwd BERLIN. Bereits am Wochenende waren mehrere deutsche Bauernhöfe, die Tiere von der Insel in den Ställen haben, unter Quarantäne gestellt worden. Das Bundesverbraucherschutzministerium sieht die Gefahr, dass die stark ansteckende, für den Menschen aber ungefährliche Seuche auch in Deutschland um sich greift. Der Krisenstab des Ministeriums wollte deshalb am Montag in Bonn über geeignete Maßnahmen gegen die Ausbreitung beraten. Auch die EU-Agrarminister befassen sich bei ihrem Treffen am Montag und Dienstag in Brüssel mit dem Thema.

Der Staatssekretär im Verbraucherschutzministerium, Alexander Müller, sagte im ARD -"Morgenmagazin", die Situation in Großbritannien sei "sehr Besorgnis erregend". In Deutschland hätten die Behörden das Problem aber derzeit "noch im Griff". Es gebe keine Hinweise, dass die Seuche in der Bundesrepublik angekommen sei. Nach Angaben des Staatssekretärs gibt es zwei denkbare Vorbeugungsmaßnahmen gegen die Maul- und Klauenseuche: Tiere aus den betroffenen Gebieten, die noch keine Erkrankungssymptome zeigen, könnten geschlachtet und "unschädlich beseitigt" werden. Zweitens könne eine "Ringimpfung" eingeführt werden. Darüber müsse der Bonner Krisenstab entscheiden.

Nordrhein-Westfalens Agrarministerin Bärbel Höhn (Grüne) schloss im DeutschlandRadio Berlin Transporte mit britischem Vieh aus, so lange man keine Sicherheit über mögliche Infektionsfälle habe. Ein aktuelles Problem stelle der ungewöhnlich hohe Schafbestand dar, der wegen des islamischen Opferfests importiert worden sei.

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