NRW und Bayern wollen Magnetschwebebahn vor Fußball-WM
Schanghai stellt weitere Transrapid-Strecke in Aussicht

Die Magnetschwebebahn Transrapid dürfte nach deutscher und chinesischer Einschätzung nicht nur in China, sondern auch andernorts gute Chancen haben - vorausgesetzt, das weltweit erste Projekts in Schanghai gelingt.

Reuters SCHANGHAI. Bundesfinanzminister Hans Eichel (SPD) sagte zu Beginn seines China-Besuches am Samstag nach der Besichtigung der Transrapid-Baustelle in Schanghai: "Wenn das Projekt Erfolg hat, wird es nicht das einzige bleiben, nicht nur in China." Schanghais Bürgermeister Chen Liangyu sagte, bei einem Gelingen des ersten Vorhabens könnte der Transrapid auch auf einer weiteren 380 Kilometer langen Strecke von Schanghai nach Hangzhou eingesetzt werden. Eichel und Chen hoben hervor, Probleme in der Zusammenarbeit beider Seiten seien inzwischen gelöst, das Vorhaben liege voll im Plan. Weder Deutschland noch China könnten sich ein Scheitern des Projektes leisten.

Das weltweit erste Magnetbahn-Projekt mit der deutschen Transrapid-Technik war vor einem Jahr zwischen der deutschen Wirtschaft und China vereinbart worden. Der Testbetrieb auf der 33 Kilometer langen Strecke zwischen dem neuen Flughafen und der Innenstadt von Schanghai soll Anfang 2003 beginnen. Das Projekt hat einen Gesamtwert von 1,3 Mrd. Euro. Die Bundesregierung hat mit einem Zuschuss von rund 100 Mill. Euro und einer Hermes-Bürgschaft von gut einer halben Milliarde Euro geholfen.

Nach Angaben aus deutschen Firmenkreisen ist auch immer noch im Gespräch, eine 1 250 Kilometer lange Verbindung zwischen Schanghai und Peking mit dem Transrapid zu betreiben. Hier solle Ende 2002 eine Entscheidung fallen. In einem solchen Fall würden die deutschen Firmen aber - anders als bei dem Erstprojekt - einen Großteil der Technik in China selbst herstellen müssen.

Für einen Bau der Magnetschwebebahn in Deutschland noch vor der Fußballweltmeisterschaft 2006 haben sich die Landesregierungen von Nordrhein-Westfalen und Bayern ausgesprochen. Voraussetzung sei, dass die Machbarkeitsstudie positiv ausfällt. Nach einem Zeitungsbericht soll das Ergebnis im Februar vorliegen. Danach könne Bundesverkehrsminister Kurt Bodewig (SPD) den Bundeszuschuss von 2,25 Mrd. Euro auf die Projekte verteilen.

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