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NSE erwartet Millionenverlust

rtr MÜNCHEN. Nach einem Umsatzrückgang in den ersten drei Quartalen rechnet die am Neuen Markt notierte NSE Software AG aus München für das laufende Jahr mit einem zweistelligen Millionen-Euro-Verlust. Der im Oktober neu ernannte Vorstand des Herstellers von Finanzsoftware rechne mit einem Fehlbetrag vor Steuern und Zinsen (Ebit) von 21,2 (1999: minus 9,0) Mill. Euro, teilte das Unternehmen am Montag mit. Auch der Umsatz werde mit 25,6 (33,4) Mill. Euro unter dem Wert des Vorjahres liegen, hieß es bei NSE. Die Börse strafte die erneute Korrektur der Prognosen mit einem Minus von 20,2 % auf 3,75 Euro.

Anfang September war die Aktie nach einer ersten Revision der Planzahlen bereits um 20 % auf 7,50 Euro gefallen. Damals hatte das Unternehmen erklärt, statt eines Gewinns von 12,2 Mill. Euro werde das Ergebnis negativ ausfallen. Vorstandssprecher Manfred Nerb trat Mitte Oktober zurück. Für das kommende Jahr rechnet sein Nachfolger Dirk Oevermann nun mit einem kleinen Gewinn von 600 000 DM. Der Umsatz soll dann auf 54,1 Mill. DM steigen. Defizite habe NSE vor allem in der Softwareentwicklung und in der Vertriebssteuerung. Primär gehe es nun um die Steigerung der Effizienz und um Kostensenkung, erklärte Oevermann. type="person" value="Oevermann, Dirk" />

In den ersten neun Monaten 2000 war der Umsatz von NSE mit 19,6 (24,1) Mill. Euro um 41 % hinter den eigenen Erwartungen zurückgeblieben. Zugleich summierte sich das EBIT auf einen Fehlbetrag von 12,1 Mill. Euro, nachdem ein Jahr zuvor noch 3,6 Mill. Euro Gewinn erzielt worden waren. Im dritten Quartal seien nur noch Aufträge über 1,1 Mill. Euro eingegangen, hieß es. Bis Ende September erhielt NSE insgesamt ein Auftragsvolumen von 24,1 (1999: 28,2) Mill. Euro statt erwarteter 34,4 Mill. Euro. Für das ganze Jahr wird nun mit 25,2 Mill. Euro an Aufträgen gerechnet.

Das Ergebnis sei vor allem von hohen Entwicklungskosten für die Standardsoftware Finas Enterprise und von teuren externen Dienstleistungen belastet worden, die das Unternehmen auf Grund mangelnder eigener Fachkräfte habe einkaufen müssen.

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