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NSE Software gründet Wartungs-Tochter mit BHW Gruppe

Das Softwareunternehmen NSE Software AG hat mit der BHW Gruppe eine gemeinsame Tochter für die Wartung und Weiterentwicklung der bei dem Baufinanzierer eingesetzten NSE-Software gegründet. An dem Unternehmen mit dem Namen SFP Software für FinanzPartner GmbH werde NSE 49 % halten, teilte der Münchener Anbieter von Finanzsoftware am Donnerstag mit. Die restlichen 51 % der Anteile lägen bei der BHW Gruppe.

Reuters MÜNCHEN. Schwerpunktaufgabe der SFP werde insbesondere die Wartung und Weiterentwicklung der "Finas"-Anwendung sein, die bei nahezu 10 000 Anwendern und Partnern der BHW Gruppe im Einsatz sei. Ende März hatte der Hamelner Baufinanzierer BHW NSE einen Auftrag im Volumen von 6,5 Mill. DM gekündigt.

Vorausgegangen war die Entscheidung von NSE, das Produkt "Finas Enterprise" nicht weiter zu entwickeln, weil trotz der hohen Kosten kein signifikantes Lizenzgeschäft zu erwarten sei. Eine NSE-Sprecherin sagte Reuters auf Anfrage, in der SFP werde die Entwicklung von "Finas" nun doch weiter geführt. Durch die Gründung einer gemeinsamen Tochter werde das Produkt jedoch auf eine "neue Basis" gestellt. Zu den Planzahlen der neuen Tochter sowie der NSE wollte sich die Sprecherin nicht äußern. Auf der ordentlichen Hauptversammlung werde NSE aber "eventuell Planzahlen veröffentlichen".

NSE hatte in den vergangen Monaten vor allem durch Negativnachrichten auf sich aufmerksam gemacht. Im Geschäftsjahr 2000 hatte die Gesellschaft einen Fehlbetrag vor Steuern und Zinsen (Ebit) von 46,2 (Vorjahr: plus 2,0) Mill. Euro verbucht, der Umsatz war auf 26,5 (33,3) Mill. Euro gesunken. Wiederholt hatte das Softwareunternehmen Vorstände sowie die Spitze des Managements ausgetauscht. Mitte April war Robert Trögele als Vorstandschef angetreten und löste damit den erst im August zu NSE gewechselten Dirk Oevermann ab. Trögele werde die Sanierung des Unternehmens fortführen, hatte es geheißen.

Auf der außerordentlichen NSE-Hauptversammlung vor knapp zwei Wochen, auf der über die Aufzehrung der Hälfte des Grundkapitals entschieden wurde, hatten Aktionäre den Fortbestand des Unternehmens angezweifelt. "Das ist hier die Abschiedsveranstaltung. (...) Wir befinden uns längst im Stadium der Konkursverschleppung", hatte ein Aktionärsvertreter gesagt. Das Management hatte hingegen betont, NSE werde auch 2001 zahlungsfähig bleiben.

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