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NSE Software rutscht tiefer in die Verlustzone als erwartet

Die NSE Software AGist im abgelaufenen Jahr bei rückläufigen Umsätzen noch tiefer in die Verlustzone geschliddert als im Herbst befürchtet.

rtr MÜNCHEN. Der Fehlbetrag vor Steuern und Zinsen (Ebit) habe sich auf 46,2 Mill. ? belaufen, teilte das am Neuen Markt gelistete Softwareunternehmen am Donnerstag nach Börsenschluss in einer Pflichtveröffentlichung mit. Ein Jahr zuvor hatte NSE noch 2,0 Mill. ? Gewinn erwirtschaftet. Der neue Vorstand hatte bereits Anfang März erklärt, dass die notwendige Sanierung der auf Finanzdienstleistung spezialisierten Firma "drastische Auswirkungen auf die Bilanz" haben werde. Der Umsatz ging um 21 % auf 26,5 (33,3) Mill. ? zurück.

Im Oktober hatte NSE noch mit einem Verlust von 21 Mill. ? gerechnet. Allein die mittlerweile aufgegebene Entwicklung des Softwarepakets "Finas Enterprise" habe 22,5 Mill. ? an Vorlaufkosten verschlungen, hieß es. Auch die Aufträge gingen im vergangenen Jahr spärlicher ein als erwartet: Kunden orderten den Angaben zufolge nur noch Software im Wert von 23,0 Mill. ?, ein Jahr zuvor waren es noch 35,0 Mill. ?. Zuletzt hatte NSE mitgeteilt, dass Großkunden wie die Bausparkasse BHW Holding AG und die Musikrechteverwertungsgesellschaft GEMA ihre Aufträge storniert hätten.

In diesem Jahr setzt NSE auf Kostenreduzierung: Die Kosten für Personal sollen um elf Prozent gesenkt werden, der Aufwand für Subunternehmer, die Finas Enterprise mit entwickelt hatten, um 44 %. Von den 454 Mitarbeitern Ende 2000 will NSE nach früheren Angaben 30 % abbauen. Die Niederlassung Hamburg soll geschlossen, das Büro in Würzburg verkauft werden.

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