NTC-Bauindex deutlich gefallen
Talfahrt im deutschen Baugewerbe beschleunigt sich

Die deutsche Bauwirtschaft hat im Oktober einen deutlichen Geschäftsrückgang verzeichnet und blickt so skeptisch wie lange nicht mehr in die Zukunft.

Reuters LONDON. Die stärksten Auftragseinbußen gab es in der Sparte Wohnungsbau, wie aus der am Montag veröffentlichten Umfrage des Forschungsinstituts NTC hervorging.

Der NTC-Bauindex fiel auf saisonbereinigt 40,9 Punkte nach 44,8 Punkten im Vormonat. Der Index sank damit den vierten Monat in Folge und signalisierte den stärksten Geschäftsrückgang seit Februar diesen Jahres. Werte unter der Marke von 50 Punkten bedeuten abnehmende Geschäftstätigkeit, Werte darüber Wachstum. "Die Auftragszahlen fielen um den höchsten Wert seit Umfragebeginn", teilte NTC mit. Der Teilindex Auftragszahlen ging auf 36,5 Punkte von 38,2 Punkten im September zurück.

Am stärksten war der Wohnungsbau von der sinkenden Nachfrage betroffen, aber auch im gewerblichen Bau und dem Tiefbau hielt die Talfahrt an. Die Bundesregierung hatte im Oktober in ihrer Koalitionsvereinbarung festgelegt, die Eigenheim-Zulage zu kürzen. Branchenexperten hatten gewarnt, der Wegfall der steuerlichen Förderung werde die schon seit Jahren anhaltende Krise der Bauwirtschaft verschärfen.

Das sinkende Auftragsvolumen führte auch zu einem weiteren Arbeitsplatzabbau im Baugewerbe. Die Zahl der Arbeitskräfte geht damit seit Sommer 2000 beständig zurück. Die Baufirmen äußerten sich zu ihren Geschäftsaussichten in der Umfrage so pessimistisch wie seit einem Jahr nicht mehr. Gut die Hälfte der Firmen rechnet binnen Jahresfrist mit geringerem Geschäftsvolumen, nur 7 % der Unternehmen erwarten eine Besserung.

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