NTC-Bauindex
Deutsche Bauwirtschaft nur leicht geschrumpft

Das Geschäftsvolumen in der deutschen Bauindustrie im April nur noch geringfügig geschrumpft und einer Umfrage zufolge rechnen die Unternehmen nicht mehr mit einer Verschlechterung der Lage.

rtr LONDON. Der NTC-Bauindex erreichte im April mit 47,8 (März 44,8) Punkten den höchsten Stand seit September 2000, signalisiert aber nach wie vor ein sinkendes Geschäftsvolumen, da die Marke von 50 nicht erreicht wurde. Der Index für die Geschäftsaussichten signalisierte mit 50,0 (49,6) Punkten, dass die Befragten erstmals seit Juli 2000 nicht mehr pessimistischer in die Zukunft schauen.

Als Hauptgrund für das noch rückläufige Geschäftsvolumen nannten die Unternehmen die anhaltende Auftragsschwäche im Baugewerbe. Die vorsichtige Auftragsvergabe hänge dabei mit dem weiterhin unsicheren Wirtschaftsklima zusammen. So seien zwar noch immer alle drei Baubereiche (Wohnungsbau, gewerblicher Bau, Tiefbau) rückläufig, das Tempo des Rückgang hätte sich jedoch wie schon in den Vormonaten deutlich verlangsamt. Werte unter 50 zeigen ein sinkendes Geschäftsvolumen an, Werte darüber ein Wachstum.

Wie die Umfrage weiter ergab, ließen steigende Ölpreise und die anhaltenden Auswirkungen der Euro-Bargeld-Einführung die Einkaufspreise mit 60,4 (März 57,3) Punkten auf den höchsten Wert seit Januar 2001 klettern. Der Bau-Index Deutschland misst mit hoher Aktualität die Geschäftstätigkeit und das Wachstum im deutschen Baugewerbe und beruht auf einer Befragung von etwa 150 Führungskräften von Unternehmen dieser Branche. Die Teilnehmer der Befragung beurteilen die einzelnen Komponenten im Vergleich zum Vormonat als positiv, negativ oder unverändert. Die Bandbreite des Indexes liegt zwischen Null und 100. Somit weisen Werte über 50,0 Punkte auf ein Wachstum in der deutschen Bauindustrie im Vergleich zum Vormonat hin. Werte unter 50 signalisieren einen Rückgang. Je weiter die Werte von 50 abweichen, desto stärker sind die Wachstums- beziehungsweise Schrumpfungstendenzen. Als Frühindikator spiegelt der Index die wirtschaftliche Lage und das Wachstum im Baugewerbe Deutschlands wider.

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