Nürnberg findet kurz vor Saisonstart als letztes Team Geldgeber
Bundesliga-Trikots wertvoll wie nie

Als 1972 Eintracht Braunschweig als erster deutscher Profiverein mit Trikotwerbung auflief - ein Jägermeister-Hirsch zierte die Brust - war die Empörung groß. 30 Jahre später ist Trikotwerbung eine wichtige Einnahmequelle für Vereine. Eine Untersuchung ergab, dass deutsche Vereine die europäische Rangliste anführen, was Sponsoreneinnahmen angeht.

HB HAMBURG. Es war eine Schnapsidee im wahrsten Sinne des Wortes, doch heute ist sie zu einer wichtigen Einnahmequelle für Fußballvereine geworden. 160 000 Mark bezahlte Spirituosen-Unternehmer Günter Mast vor mehr als 30 Jahren für die erste Trikot-Werbung an Eintracht Braunschweig. Heute können die Bundesligisten angesichts eines neuen Einnahme-Rekords über diese Summe nur milde lächeln. Nachdem auch der 1. FC Nürnberg als letzter Klub eine Woche vor Siasonstart noch einen Werbepartner für das Trikot gefunden hat, haben die 18 Erstliga-Vereine mit 99 Millionen Euro die Bestmarke aus der Spielzeit 2002/03 (95,2 Millionen Euro) übertroffen.

Zwar sind trotz diesen fast 100 Millionen Euro die Fernsehgelder der größte Einnahme-Posten der Clubs, doch Jürgen L. Born, Clubchef bei Werder Bremen betont: "Auch der Hauptsponsor ist sehr wichtig. Es gibt Vereine, da macht er zwischen sechs und zwölf Prozent der Einnahmen aus." Da man nur mit einem Partner zusammen arbeite und nicht den großen Aufwand wie beim Ticketverkauf habe, ist das Trikotsponsoring von "verhältnismäßig großer Bedeutung". Die Bremer erhalten von ihrem neuen Sponsor KiK schätzungsweise 4 Millionen Euro und liegen damit trotz des Double-Gewinns und der Teilnahme an der Champions League nur im Mittelfeld der Geldrangliste.

Seit Mitte der 90er Jahre, als erstmals die Fünf-Millionen-Mark-Grenze übertroffen wurde, wird die Wirkung dieser Werbemaßnahme genauer untersucht. Trikotwerbung ist demnach für Sponsoren besonders gut, um schnell und lang anhaltend Bekanntheit zu erhalten. Wie nachhaltig die sein kann, zeigt das Beispiel Opel. Obwohl der frühere Partner des FC Bayern München schon vor Jahren von der Deutschen Telekom abgelöst wurde, taucht er in Studien immer wieder als einer der bekanntesten Trikot-Sponsoren auf.

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