Nürnberger Spielzeugmesse Ante präsentiert Trends 2002
Harry Potter soll der Spielzeugbranche Auftrieb geben

Nach der Verlags- und der Kinobranche wird Harry Potter nun auch für die Spielwarenindustrie zum Harry "Schotter". Rund zwei Monate vor Beginn der Spielwarenmesse zeichnete sich am Dienstag in Nürnberg bei einem Treffen internationaler Hersteller und Einkäufer ab, dass die Großen des Gewerbes mit guten Gewinnaussichten auf die Zugkraft des weltbekannten Zauberlehrlings setzen.

ap NÜRNBERG. Mit Harry-Potter-Accessoires erwarten die 300 lizenzierten Vermarktungsunternehmen nach Schätzungen rund eine Milliarde Dollar Umsatz. Allein die Firma Lego schickte schon im November elf Sets beispielsweise mit dem Hogwarts-Schloss, der Hagrit-Hütte und dem sprechenden Hut auf den Markt. Auch als Computerspiel geistern Harry und Konsorten schon durch die Kinderzimmer. "Der Boom der Merchandising-Figuren wie Diddl, Pokemon und jetzt Harry Potter wird anhalten", sagt Marktforscherin Brigitte Melzer-Lena.

Die deutsche Spielwarenbranche bezifferte ihren Gesamtumsatz für das vergangene Jahr auf sechs Milliarden Mark. Um dieses Niveau trotz der Konjunkturflaute halten zu können, hofft die Branche auf das anstehende Weihnachtsgeschäft und nicht zuletzt auf Harry Potters Hilfe. Nach einer Umfrage des Bundesverbands des Spielwaren-Einzelhandels mussten 40 Prozent der Fachhändler in den ersten neun Monaten 2001 Umsatzeinbußen hinnehmen.

Das allgemeine Stöhnen über die wirtschaftliche Lage wegen der Terroranschläge in den USA und ihrer Folgen ist in der Spielzeugbranche dagegen nicht zu hören. "Man merkt, dass den Menschen das Familienleben und damit auch das Spielen mit ihren Kindern wichtiger geworden ist", sagte Playmobil-Manager Thomas Günther.

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