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Nürnberger Versicherung leidet unter schwachen Börsen

Wegen der Flaute an den Kapitalmärkten musste das Unternehmen Federn lassen. Auch die Euro-Einführung und Investitionen in den Vertrieb belasteten das Ergebnis

rtr MÜNCHEN. Vor allem wegen des Abschwungs an den Kapitalmärkten hat die Nürnberger Versicherungsgruppe im vergangenen Jahr weniger verdient. Die Aktionäre der Nürnberger Beteiligungs-AG, die den Konzern führt, sollten dennoch eine höhere Dividende erhalten, teilte die im Kleinwerte-Index SDax gelistete Gesellschaft am Dienstag mit.

Der Konzernüberschuss sei auf 26 (2000: 38) Mill. ? gesunken. Neben den schwachen Börsen hätten Einmal-Effekte wie die Einführung des Euro und Investitionen in den Vertrieb das Ergebnis belastet, begründete die Nürnberger den Rückgang. Die Beitragseinnahmen kletterten um 4,2 % auf 2,64 Mrd. ?, das Neugeschäft um 5,8 % auf 515,3 Mill. ?. Die Einnahmen seien damit stärker gestiegen als der Markt, der nur um 3,3 % gewachsen sei. Auch für 2002 rechne man mit einem Wachstum, das deutlich über der Marktentwicklung liege. Der gesamte Konzernumsatz lag mit 3,69 Mrd. ? um 3,4 % über Vorjahr.

Die Dividende soll nach dem Vorschlag von Aufsichtsrat und Vorstand auf 0,91 (0,84) Euro je Aktie steigen. Die Nürnberger Beteiligungs-AG hatte ihren Überschuss um fünf Prozent auf 17,0 Mill. ? ausgebaut.

Am profitabelsten entwickelte sich im vergangenen Jahr die Schaden- und Unfall-Sparte. Während die Beiträge um 4,4 % auf 833,9 Mill. ? stiegen, gingen die Aufwendungen für Versicherungsfälle um 3,3 % zurück. Das Neugeschäft des Bereichs wuchs um 7,8 % auf 184 Mill. ?. Größter Bereich der Nürnberger ist weiter die Lebensversicherung, die ihre Beitragseinnahmen um 3,8 % auf 1,74 Mrd. ? steigerte. Gleichzeitig wurden aber mit 1,24 Mrd. ? um 3,9 % mehr Leistungen ausbezahlt.

Die Deutsche Bank hatte im Januar ihre Beteiligung von 27 % an der Nürnberger an mehrere Investoren verkauft. Größter Aktionär ist nun die Münchener Rück mit knapp 20 %.

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