Nuklear-Terrorismus
Experten warnen vor "Schmutziger Bombe"

Die Internationale Atomenergie-Organisation (IAEO) hat vor einer so genannten schmutzigen Bombe gewarnt, mit der Terroristen nukleares Material freisetzen könnten.

dpa WIEN. Dabei könnten Terroristen Nuklearmaterial zum Beispiel aus medizinischen Geräten mit herkömmlichem Sprengstoff kombinieren und zur Explosion bringen, berichteten Experten auf einer IAEO-Sondertagung über "Nuklear-Terrorismus" am Freitag in Wien.

Zwar seien "schmutzige Bomben" nicht mit Atombomben vergleichbar. "Doch könnten Verstrahlungen selbst in kleinen Mengen größere psychologische und wirtschaftliche Auswirkungen haben", erläuterte der IAEO-Experte Abdel Gonzalez die Gefahren.

"Die Bereitschaft der Terroristen, ihr Leben zu opfern, um ihre teuflischen Ziele zu erreichen, schafft eine neue Dimension im Kampf gegen den Terrorismus", sagte der IAEO-Generaldirektor Mohamed el Baradei zu Beginn der Expertendiskussion. Seit 1993 seien 175 Fälle von illegalem Handel mit Nuklearmaterial und 201 Mal die illegale Verwendung von radioaktivem Material aus medizinischen Einrichtungen oder aus der Industrie aufgedeckt worden. Jedoch nur in 18 Fällen habe es sich um kleinere Mengen von hoch angereichertem Uran oder Plutonium gehandelt. Es sei jedoch "in hohem Maße unwahrscheinlich", dass Terroristen heute in der Lage seien, eine Atombombe zu bauen und zur Explosion zu bringen.

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