Nullrunde möglich
Grüne wollen lieber Rentenpause als Beitragsanstieg

Geht es nach dem Willen des kleinen Koalitionspartners, dann wird die Erhöhung der Renten im Jahr 2004 um ein halbes Jahr verschoben.

dpa BERLIN. Die 18 Millionen Rentner müssen sich 2004 möglicherweise auf eine Nullrunde einstellen: Die Grünen machen sich dafür stark, lieber die Rentenerhöhung zu verschieben als den Rentenbeitrag weiter anzuheben. Ihre Fraktionschefin Krista Sager plädierte am Mittwoch in Berlin dafür, die zum 1. Juli 2004 fällige Erhöhung um ein halbes Jahr zu verschieben, wie es die Rürup- Kommission vorgeschlagen hat. Auch Sozialministerin Ulla Schmidt (SPD) hatte am Wochenende offen gelassen, ob die Renten 2004 wie üblich erhöht werden. Der Senioren- und Sozialverband VdK kündigte umgehend Widerstand an.

Sager verteidigte den Rürup-Vorschlag. Dadurch ließe sich der befürchtete Anstieg des Beitrags von heute 19,5 auf 19,8 % Anfang 2004 verhindern. Die Regierung hatte den Beitrag erst Anfang 2003 von 19,1 auf 19,5 % erhöhen müssen. Die Grünen würden alle Bemühungen unterstützen, um einen weiteren Anstieg des Rentenbeitrags abzuwenden, kündigte Sager an. Eine Entscheidung über eine Rentenpause werde aber erst im Herbst fallen, wenn endgültige Daten vorlägen.

Sager stellte sich auch hinter die langfristigen Reformvorschläge der Rürup-Kommission. Danach soll die Rentenformel so geändert werden, dass die Renten langsamer steigen. Auch soll das reguläre Rentenalter schrittweise bis 2035 auf 67 Jahre erhöht werden. Damit würden heutige und künftige Rentner einen Beitrag leisten, betonte die Grünen-Politikerin.

dpa cm yydd su/bk

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