Nullrunde "nur mit Stellenstreichungen zu bewältigen"
Ärzte-Verband rechnet mit 40 000 Entlassungen

Als Folge des rot-grünen Sparpakets erwarten leitende Ärzte bis zu 40 000 Entlassungen im Gesundheitswesen.

HB/dpa DÜSSELDORF. Unter anderem durch die beabsichtigte Nullrunde müsse in den Krankenhäusern "letztlich der Personal-Etat herhalten", um erwartete Defizite auszugleichen, sagte der Präsident des Verbandes der leitenden Krankenhausärzte Deutschlands, Prof. Hermann Hoffmann, am Donnerstag in Düsseldorf. Deswegen werden nach seinen Worten trotz eines erheblichen Ärztemangels zahlreiche Mediziner und Pfleger ihren Job verlieren.

Dabei könnten angesichts massiv sinkender Studentenzahlen kleine Krankenhäuser und sogar schon Unikliniken Stellen für Ärzte im Praktikum (AIP) oder Assistenten "nur noch mit großer Mühe oder gar nicht mehr" besetzen, sagte Hoffmann zu Beginn des Deutschen Krankenhaustages. Die Zahl der Medizinstudenten in Deutschland ist seinen Angaben zufolge von 1993 bis 2000 um rund 10 000 auf 80 000 gesunken.

Insbesondere in den neuen Ländern ist die Krankenversorgung nach Hoffmanns Worten "bereits ernsthaft gefährdet". In dieser Situation den Krankenhäusern das nötige Geld, etwa für die tariflichen Gehaltssteigerungen, zu verweigern, sei "sträflicher Unsinn". Hier könnten die Häuser nur mit Stellenkürzungen reagieren.

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