Nun gegen Henman im Viertelfinale
Schüttler bezwingt Hewitt im Achtelfinale

Rainer Schüttler steht im Viertelfinale des ATP-Turniers von Monte Carlo. Der Korbacher bezwang den ehemaligen Weltranglisten-Ersten Lleyton Hewitt.

HB MONTE CARLO. Erst schoss Rainer Schüttler ein kurioses Erinnerungsfoto, dann drehte er ein ebenso verrücktes Match gegen Lleyton Hewitt noch um und zog erstmals in das Viertelfinale des Masters-Turniers von Monte Carlo ein. Der Tennis-Profi aus Korbach gewann am Donnerstag nach einem 0:3-Rückstand im letzten Satz noch 6:4, 3:6, 6:4 gegen den Australier und trifft am Freitag auf den Briten Tim Henman. Bei seiner bisher einzigen Viertelfinal-Teilnahme in diesem Jahr war Schüttler vor zwei Monaten in Rotterdam an Hewitt gescheitert. Gegen Henman verlor Schüttler drei seiner bisher fünf Spiele, das letzte liegt jedoch schon drei Jahre zurück.

"Er ist im Gegensatz zu Hewitt ein Volleyspieler. Die Sache wird sich beim Aufschlag entscheiden", sagte Schüttler, der erstmals im Jahr 2004 drei Siege hintereinander feierte, vor dem Viertelfinal- Match gegen den Briten. "Bei den bisherigen Turnieren in diesem Jahr habe ich auch nicht schlecht gespielt, aber heute sind mir auch die wichtigen Punkte gelungen", nannte der Hesse sein Erfolgsrezept.

In einer wechselvollen Partie gab es Aufregung im zweiten Satz: Beim Breakball zum 3:1 für Schüttler setzte Hewitt einen Aufschlag neben die Linie. Als der Schiedsrichter ihn trotzdem gut gab, holte Schüttler sein Handy aus der Sporttasche und hielt den Abdruck per Foto fest. Die Zuschauer lachten, doch Schüttler kassierte eine Verwarnung, verlor seinen Rhythmus und trotz der Chance zum Rebreak die nächsten drei Spiele. Der nun immer stärker werdende Hewitt zeigte einmal mehr seine kämpferischen Qualitäten und schien wie schon am Mittwoch gegen den Argentinier Gaston Gaudio erneut die Wende zu schaffen. Dort hatte er sogar zwei Matchbälle abgewehrt.

Von der Schlüsselszene der Begegnung erholte sich Schüttler lange nicht. Der 27-Jährige produzierte in der nur phasenweise gutklassigen Begegnung immer mehr Fehler und verlor wie schon so oft in dieser Saison die entscheidenden Punkte. Doch auch Hewitt wirkte nicht souverän und vergab im letzten Durchgang zwei Breakbälle zum 4:0. Schüttler arbeitete sich aus dem Nichts zurück ins Match und schaffte nach einem 0:40 den wichtigen Spielgewinn zum 5:3. Nach 2:23 Stunden verwandelte der Hesse bei eigenem Aufschlag den ersten Matchball und schaffte den zweiten Erfolg über Hewitt im dritten Vergleich.

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