Nur 15 Prozent der Bauern sind abgesichert
Versicherer bieten Landwirten Schutz vor BSE-Kosten

afp BERLIN. Durch BSE-Fälle geschädigte Bauern brauchen nach Ansicht der deutschen Versicherungsbranche keine staatliche Unterstützung, wenn sie sich rechtzeitig versichert haben. Wie der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (DGV) am Donnerstag in Berlin mitteilte, kommt auch bei Notschlachtungen wegen BSE die so genannte Ertragsschadenversicherung für Erlöseinbußen und sonstige Folgekosten auf. Nach Angaben eines DGV-Sprechers sind bislang nur etwa 15 Prozent der deutschen Bauern gegen solche Schäden abgesichert. Nach DGV-Angaben kostet eine Ertragsschadenversicherung bei Milchkühen zwischen 13 und 17 DM pro Tier und Jahr. Der Deutsche Bauernverband (DBV) in Bonn erklärte, gerade bei kleineren Betrieben lohne es sich nicht unbedingt, die Versicherung abzuschließen.

Der Marktwert einer Notschlachtung ist immer drin

Auch ohne Zusatzversicherung wird den Bauern der aktuelle Marktwert eines notgeschlachteten Tieres in jedem Fall durch die so genannte Tierseuchenkasse ersetzt, in der alle Landwirte pflichtversichert sind. Die Entschädigung wird dabei zur Hälfte von dem jeweiligen Bundesland aufgebracht. Folgekosten wie beispielsweise Ausfälle im Milchverkauf werden dagegen nicht getragen. Schwierigkeiten, eine Ertragssschaden-Police abzuschließen, bestehen nach Angaben trotz der Ausweitung der BSE-Krise derzeit nicht. Obwohl eine Vorhersage aufgrund der nach wie vor unklaren Übertragungswege bisher nicht möglich sei, rechneten die Versicherer nicht mit "einem drastischen Anstieg der Zahl erkrankter Tiere".

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