Nur 230 Meter hoch
Baubeginn am Ground Zero bereits im Sommer

Bereits mehr als zwei Monate vor dem ersten Jahrestag der Terroranschläge auf das World Trade Center soll am Ground Zero mit der Errichtung eines fast 230 Meter hohen Neubaus begonnen werden.

dpa NEW YORK. Er soll das einst 190 Meter hohe Bürohaus mit der Adresse 7 World Trade Center ersetzen, das am 11. September beim Einsturz der brennenden WTC-Zwillingstürme zerstört worden war. Das teilte am Dienstag der beauftragte Architekt David Childs mit.

Sein Entwurf gleiche "einem gewaltigen Lichtstrahl mit einem Herz aus Beton", erläuterte Childs, der von dem Besitzer des Grundstücks, Larry Silverstein, beauftragt worden war. "Wir wollen in gewisser Weise den konzentrierten Strahl aus Licht wieder erzeugen, wie er einst vom Norden her durch die Bauten des World Trade Centers bis zum Wasser reichte."

Das neue Haus werde 52 Stockwerke haben und als "Eingangstor" zu der geplanten Denkmalsanlage und jenen Gebäuden fungieren, die später an der Stelle der zerstörten Zwillingstürme errichtet werden sollen. Der symbolische erste Spatenstich könne schon Mitte Juni erfolgen. Mit dem Beginn der eigentlichen Bauarbeiten werde im Juli gerechnet.

Die Entscheidung über die endgültige Gestaltung von Childs "Turm aus Licht" stehen noch aus und sollen in den nächsten Wochen erfolgen. Beschlossen sei aber ein Betonkern mit Aufzugsschächten und Notfalltreppen, die erheblich breiter angelegt sind, als dies die Bauvorschriften verlangen, erklärte der Architekt. Um diesen Kern herum werde das Gebäude weitgehend lichtdurchflutet gestaltet.

Trotz seiner Höhe von fast 230 Metern wird der neue Wolkenkratzer immer noch rund 180 Meter niedriger sein als einst die WTC-Türme. Da nicht feststeht, ob sie durch Wolkenkratzer ersetzt werden, könnte der Childs-Bau sich als der höchste des neuen WTC-Areals erweisen.

Das alte Gebäude 7 World Trade Center war am 11. September mehr als acht Stunden nach den Zwillingstürmen eingestürzt. Es war in Brand geraten, als beim Kollaps der Türme riesige brennende Kerosinmassen durch die Luft geschleudert wurden. Das Haus hatte rechtzeitig evakuiert werden können.

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