Nur 60 Entlassungen
Insolvenzverwalter: Herlitz-Rettung fast geschafft

Die Rettung des insolventen Berliner Büroartikelherstellers Herlitz sowie der überwiegenden Zahl der betroffenen Arbeitsplätze ist nach Darstellung von Insolvenzverwalter Peter Leonhardt nahezu geglückt.

Reuters BERLIN. "Ich habe sehr große Hoffnung, dass die Gläubiger meinem Plan zustimmen und Herlitz damit gerettet ist", sagte Leonhardt dem Berliner "Tagesspiegel". "Es gibt positive Signale von den Banken und anderen Gläubigergruppen, die auf ein positives Ende hoffen lassen", ergänzte Leonhardt. Auch der größte Teil der Arbeitsplätze könne wohl erhalten werden. Von derzeit 2700 Arbeitnehmern bei Herlitz habe man weniger als 60 kündigen müssen.

Die endgültige Entscheidung über den Insolvenzplan trifft eine Gläubigerversammlung, die am kommenden Montag in Berlin tagt.

Leonhardts Insolvenzkonzept sieht vor, den verschiedenen Gläubigergruppen und auch den Mitarbeitern Sanierungsbeiträge abzuverlangen. Durch die finanziellen Entlastungen soll Herlitz nach vielen gewinnlosen Jahren bereits 2002 Gewinne ausweisen und dies auch 2003 fortsetzen. Der Erhalt von Herlitz wäre der erste Fall in der deutschen Wirtschaft, bei dem ein namhaftes Unternehmen auf Basis des 1999 geänderten Insolvenzrechts gerettet würde, hatte Leonhardt unlängst gesagt.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%