Nur ältere Kraftwerke sollen verkauft werden
Eon stoppt Pläne für Italien-Engagement

Die Düsseldorfer Eon AG hat nach eigenen Angaben den geplanten Einstieg in den italienischen Strommarkt vorerst aufgegeben.

Reuters DÜSSELDORF. "Italien könnte wieder ein interessanter Markt werden, wenn die Stromliberalisierung umgesetzt ist", sagte ein E.ON-Sprecher am Dienstag.

Wichtiger als Kraftwerkskapazitäten seien Marktzugang und Kundennähe. Die "Financial Times" (FT) und die "Financial Times Deutschland" (FTD) hatten in ihren Dienstagsausgaben unter Berufung auf Unternehmenskreise berichtet, Eon stoppe die Italien-Pläne, weil nur ältere Kraftwerke zum Verkauf stünden.

Nach Angaben des Eon-Sprechers seien die Gespräche in Italien gemeinsam mit dem italienischen Rüstungs- und Technologiekonzern Finmeccanica geführt worden. Der bisherige Monopolist Enel SPA, zweitgrößter Stromkonzern nach der französischen EDF, trennt sich im Zuge der Stromliberalisierung von verschiedenen Unternehmen.

Im Angebot seien die drei Gesellschaften Elettrogen, Eurogen und Interpower, in die die Enel die Kraftwerke ausgegliedert habe. Branchenkenner vermuteten, Eon und Finmeccanica hätten entweder für Eurogen oder Elettrogen geboten. Beide Unternehmen setzten jeweils eine Milliarde Euro pro Jahr um, hieß es.

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