Nur Compaq gibt AOL-Online-Angeboten den Vorrang
Microsoft leitet letzte Testphase für Windows XP ein

Trotz heftiger Proteste will Microsoft sein neues Betriebssystem pünktlich im Oktober auf den Markt bringen. Mit der jetzt ausgelieferten Windows XP Version RC2 (Release Candidate 2) will Microsoft nur noch letzte, kleine Fehler aufspüren und bereinigen.

ap SEATTLE. Der Softwarekonzern treibt die Entwicklung des neuen Betriebssystems Windows XP unbeeindruckt von allen rechtlichen Querelen und allem politischen Druck voran. Am Wochenende wurde die letzte Testversion veröffentlicht, wie der für den Start des Produkts im Oktober zuständige Microsoft-Manager Jim Allchin mitteilte. Die endgültige Produktionsversion solle in wenigen Wochen fertig gestellt sein. Die Kritik anderer Firmen, dass Microsoft mit dem Betriebssystem und seinen vielen Programmen den Wettbewerb beeinträchtige, nannte Allchin "sehr ernst", sie sei aber unbegründet.

Zuletzt hatte der US-Senator Charles Schumer die Justizminister mehrerer US-Staaten aufgefordert, die Veröffentlichung von Windows XP gerichtlich zu stoppen. Hintergrund ist die Tatsache, dass zu Windows XP so viele Microsoft-Programme gehören wie nie zuvor. Mit dabei ist auch ein Instant-Messaging-Programm, das mit dem von AOL konkurriert, sowie ein Musikprogramm, das in Konkurrenz zur Software von RealNetworks steht. Auch soll Windows XP der Einstieg zu einem Microsoft-Abonnement-Dienst mit dem Namen HailStorm sein.

Compaq bevorzugt AOL-Online-Angebot

In anderer Hinsicht hat Microsoft schon auf den Druck der Justiz reagiert, die befand, dass die Firma ein illegales Monopol betrieben und dadurch den Verbraucher geschädigt hat. Der Konzern änderte die Lizenzbedingungen für Windows und erlaubt es den Computerherstellern nun, Programmsymbole von Microsoft-Programmen von der Bildschirmoberfläche zu entfernen. Als erster Hersteller reagierte jetzt Compaq und beschloss, statt des Online-Angebots von Microsoft das von AOL zu bevorzugen.

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