„Nur ein moderater Metalltarifabschluss, kann ein positives Signal setzen"
Maschinenbauproduktion weiter rückläufig

Der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA), Frankfurt, geht nach wie vor von einem Rückgang der Maschinenbauproduktion im laufenden Jahr um zwei Prozent gegenüber dem Vorjahr aus. Das sagte VDMA-Präsident Diether Klingelnberg am Montag während der HannoverMesse.

vwd HANNOVER. Die Maschinenorders würden in der zweiten Hälfte des Jahres wieder anziehen. "Speziell im Auslandsgeschäft gibt es konkrete Hinweise, dass wir die Talsohle durchschritten haben", betonte er. Wenn das Inland noch nachziehe, könnte die Maschinenbauproduktion im zweiten Halbjahr wieder auf einen moderaten Wachstumskurs einschwenken. Die Prognose hänge allerdings stark von dem Ausgang des Metallkonfliktes ab, betonte er.

"Nur ein moderater, am Produktivitätsfortschritt orientierter Metalltarifabschluss, kann ein positives Signal setzen, um die im Inland bestehende Investitionszurückhaltung zu überwinden", sagte Klingelnberg weiter. Mit Streiks und dem Durchboxen eines zu hohen Abschlusses werde nur das Gegenteil bewirkt. Produktivitätssteigerungen beruhten auf verstärktem Wissens- und Kapitaleinsatz und mit jedem Prozent mehr an Lohnforderung verliere der Faktor Arbeit an Gewicht.

Beschäftigung schaffendes Wachstum sei nicht allein Sache der Unternehmer, betonte der VDMA-Präsident. Daran sollten sich die Gewerkschaften erinnern. Auch die Bundesregierung könne Impulse für mehr Investitionen und Arbeitplätze geben, wenn sie endlich eine mutige Deregulierung des Arbeitsmarktes in Gang setzen würde.

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