Nur fünf Prozent würden auf Bus oder Bahn umsteigen
Zustimmung zu Entfernungspauschale im Bundesrat rückt näher

Nach Baden-Württemberg signalisierte als zweites CDU-regiertes Land jetzt auch Thüringen, sich für die Regelung auszusprechen. Die endgültige Entscheidung falle aber erst am Montag, betonte Ministerpräsident Vogel.

ap MAINZ. Die Billigung der umstrittenen Entfernungspauschale im Bundesrat wird immer wahrscheinlicher. Nach Baden-Württemberg signalisierte als zweites CDU-regiertes Land jetzt auch Thüringen, sich für die Regelung auszusprechen. Die endgültige Entscheidung falle aber erst am Montag, betonte Ministerpräsident Bernhard Vogel im ZDF -"Länderspiegel" am Samstagabend. Er bekräftigte seine Kritik an der Ökosteuer der rot-grünen Bundesregierung.

Vogel nannte die Abgabe "unsinnig". "Weil es aber so ist, und weil all unser Warnen nicht fruchtet, sehe ich nicht ein, dass wir die besonders Belasteten nun nicht entlasten", sagte er. Deshalb werde Thüringen der Pauschale wohl zustimmen. Kritisch wies er darauf hin, dass die Einnahmen aus der Ökosteuer an den Bund gingen, die Entlastung dagegen von den Ländern und Kommunen finanziert werden müsse.

Thüringen hatte bislang angedeutet, der Pauschale nicht zustimmen zu wollen. Die Regelung verspricht Pendlern zum Ausgleich der hohen Spritpreise unabhängig vom Verkehrsmittel eine Pauschale von 70 beziehungsweise 80 Pfennig pro Kilometer je nach Entfernung zur Arbeit. Allerdings erklärten in einer am Samstag von der "Bild"-Zeitung und des MDR veröffentlichten Umfrage des Meinungsforschungsinstituts dimap nur fünf Prozent, sie würden der Pauschale wegen auf Bus oder Bahn umsteigen. 41 Prozent der 1.100 Befragten gaben an, sie würden weiterhin mit dem Auto zur Arbeit fahren, und neun Prozent sagten, dass sie schon heute Busse und Bahnen benutzten.

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