Nur geringfügig unter dem Kurs vom Morgen
Unklarheiten bei US-Präsidentenwahl stabilisieren Euro

Kurzzeitig stieg der Euro sogar über die Schwelle von 0,87 $. Im weiteren Tagesverlauf bröckelte der Kurs jedoch wieder ab.

dpa FRANKFURT/MAIN. Die anhaltende Unklarheit über den Ausgang der US-Präsidentenwahl hat den Euro-Kurs am Freitag über der Marke von 0,86 $ stabilisiert. Kurzzeitig stieg der Euro sogar über die Schwelle von 0,87 $. Im weiteren Tagesverlauf bröckelte der Kurs jedoch wieder ab. Gegen 16.25 Uhr notierte der Euro bei 0,8650 $. Damit lag er nur geringfügig unter seinem Kurs vom Morgen.

Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs am Nachmittag auf 0,8673 (Donnerstag: 0,8531) $ fest. Der $ kostete damit 2,2551 (2,2926) DM. Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,6059 (0,6017) britische Pfund, 93,42 (91,55) japanische Yen und 1,5233 (1,5209) Schweizer Franken fest.

Intervention wirkt noch nach

"Das Hauptthema für den Euro war heute die große Unsicherheit über den Ausgang der US-Präsidentenwahl", sagte Stephan Lipfert, Devisenmarktanalyst bei der Vereins und Westbank - in Hamburg. Auch die Intervention der europäischen Notenbank vom Donnerstag habe noch nachgewirkt. So habe die EZB bewiesen, dass sie das Instrument der Intervention benutzt. Dieses Signal scheine den Markt derzeit davon abzuhalten, gegen den Euro zu spekulieren.

"Ich denke der Grund für den stärkeren Euro ist nicht die EZB - Intervention vom Donnerstag, sondern die große Ungewissheit über den Ausgang der US-Präsidentenwahl", sagte der Händler einer Bank in Hamburg. Besonders die Diskussion über eine mögliche Neuabstimmung im Bundesstaat Florida verunsichere den Markt. "Vor diesem Hintergrund wollen die Leute nicht in den USA investieren", fügte der Experte hinzu.

Nach Meinung des Händlers hat die EZB-Intervention am Donnerstag eher auf das Wechselkursverhältnis zwischen Euro und Yen gezielt. Grund für diese Annahme sei, dass die europäische Notenbank anders als bisher Euro außer gegen $ auch gegen Yen gekauft habe.

Euro kehrt zum Ausgangskurs zurück

Entscheidend für die Kursentwicklung sei auch die Veröffentlichung des EZB-Monatsberichts für November vom Vortag gewesen, sagte Stephan Lipfert. " Die EZB hat mit ihrem Bericht kein Öl ins Feuer gegossen, sondern sich bemüht, die Wogen zu glätten", erklärte der Experte. So habe beispielsweise die Notenbank ein moderates Wirtschaftswachstum für den Euroraum prognostiziert Zudem habe der Internationale Währungsfonds (IWF) die Geldpolitik im Euroraum gelobt. Das habe den Euro zusätzlich gestützt.

Der Euro sei deshalb am Nachmittag wieder auf seinen Ausgangskurs zurück gekehrt, weil viele Devisenhändler vor dem Wochenende ihre Positionen glatt gestellt hätten.

Die Unze Feingold wurde zum Nachmittagsfixing in London mit 264,85 (264,65) $ notiert. Der Kilobarren kostete 19 245 (19 431) DM.

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