Nur jeder fünfte Analyst rechnet mit steigenden Erträgen
Konjunktur Deutschland: Rasche Erholung unwahrscheinlich

Die Euphorie ist verflogen - die Finanzmärkte bezweifeln zunehmend, dass die deutsche Wirtschaft nachhaltig an Fahrt gewinnen wird.

DÜSSELDORF. Der Index der Konjunkturerwartungen, den das Mannheimer Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) regelmäßig für die WirtschaftsWoche ermittelt, ging im Mai den zweiten Monat in Folge zurück. Gegenüber April rutschte der Saldo der Konjunkturerwartungen um 4,3 auf 66,3 Punkte ab. Damit liegt der Indikator aber noch immer um gut 33 Punkte über seinem historischen Mittelwert; die Mehrheit der befragten Analysten geht nach wie vor von einer Belebung der Konjunktur in den kommenden sechs Monaten aus.

Während die aktuelle Konjunkturlage im April noch besser bewertet wurde als im Vormonat, hat sich ihre Einschätzung im Mai wieder eingetrübt. Der Indikator gab um 4,0 auf minus 80,7 Punkte nach. Grund für die zunehmende Skepsis dürfte die unsichere Lage der Weltwirtschaft sein. Hohe Energiekosten drücken die Margen der Unternehmen, die Arbeitslosigkeit verharrt auf hohem Niveau. Sinkende Erträge erwarten die befragten Finanzmarktexperten vor allem im Bausektor. Im Monatsvergleich hat die Telekommunikation am meisten Vertrauen eingebüßt. Nur noch einer von fünf Analysten traut der Branche in den kommenden sechs Monaten steigende Ertäge zu. Im April noch hatte jeder dritte eine positive Geschäftsentwicklung prognostiziert.

Auch in den Unternehmen wächst die Skepsis. Das Ifo-Geschäftsklima sank im April um einen Indexpunkt auf 90,5 Punkte und ging damit zum ersten Mal seit Oktober vergangenen Jahres wieder zurück. Die Erwartungskomponente verschlechterte sich sogar um 1,5 Zähler auf 104,6 Punkte.

Quelle: Wirtschaftswoche

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