Nur kurzzeitiges Kursplus
EZB stützt erneut schwachen Euro

Eine erneute Intervention der Europäischen Zentralbank (EZB) hat den Euro am Montagmorgen nur für kurze Zeit beflügelt. Anschließend sackte der Kurs wieder unter die Marke von 0,87 $.

dpa FRANKFURT/MAIN. Eine erneute Intervention der Europäischen Zentralbank (EZB) an den Devisenmärkten hat den Euro am Montagmorgen nur für kurze Zeit beflügelt. Unmittelbar nach Bekanntwerden der Käufe legte die Gemeinschaftswährung kräftig von rund 0,865 auf 0,8731 $ zu. Wenig später sackte der Euro wieder unter die Marke von 0,87 $. Der historische Tiefstand hatte vor knapp zwei Wochen bei rund 0,82 $ gelegen.

Eine offizielle Erklärung der EZB zur Intervention gab es zunächst nicht. Eine Sprecherin verwies aber auf die Sorge der Währungshüter um negative Folgen des niedrigen Eurokurses für die Weltwirtschaft sowie für die Preisstabilität in Europa. Mit dieser Begründung war die EZB bereits am Freitag zwei Mal aktiv geworden.

Die EZB bestätigte, dass die Zentralbanken der USA und Japan wieder nicht eingeladen waren, mitzumachen. Die Währungshüter beider Länder seien vorher informiert worden. Der japanische Vize- Finanzminister Haruhiko Kuroda bekräftigte in Tokio unterdessen, Japan sei bereit, falls notwendig mit der EZB gemeinsam zu Gunsten des Euro zu kooperieren.

Die EZB versuchte mit ihrer neuerlichen Devisenmarktoperation bereits zum vierten Mal, dem schwachen Euro auf die Beine zu helfen. Die erste spektakuläre Intervention unter Beteiligung der Notenbanken in Frankfurt, New York und Tokio lief am 22. September.

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