Nur Microsoft NT4.0 und 2000-Nutzer betroffen
Pentagon-Website wegen Code Red-Virus Angriffes geschlossen

Das US-Verteidigungsministerium hat den öffentlichen Zugang zu seinen Websites am Montag zur Abwehr eines Angriffs durch einen Computervirus vorübergehend geschlossen. Die Webseiten seien erst dann wieder zugänglich, wenn keine Gefahr mehr durch den Virus Code Red bestehe, erklärte Oberstleutnant Catherine Abbott.

ap WASHINGTON. Die Techniker seien dabei, Reparaturprogramme zu installieren. Für Angehörige des US-Militärs war die Website weiter von den Arbeitsplatzrechnern aus zugänglich.

Bei Code Red handelt es sich um so genannten Wurm, der sich selbstständig weiterverbreitet. Der Urheber ist bislang unbekannt. Die Techniker der Firma, die ihn entdeckte, benannte ihn nach einem Erfrischungsgetränk. In der vergangenen Woche hatte der Wurm versucht, die Website des Weißen Hauses lahm zu legen. Dank technischer Vorkehrungen scheiterte der Angriff aber.

Infizierte Rechner überfluten Zielrechner mit Anfragen

Bei dem Angriff handelte es sich um einen so genannten Distributed-Denial-of-Service-Angriff (DDoS). Dabei wird ein bestimmter Rechner von vielen anderen Computern gleichzeitig so sehr mit Daten überflutet, dass er schließlich zusammenbricht. Code Red manipuliert die infizierten Rechner so, dass sie alle zum gleichen Zeitpunkt eine Anfrage an einen Zielrechner starten.

Der Wurm Code Red hat inzwischen weltweit mehr als 225 000 Rechner befallen. Er verbreitet sich schneller als alle Computerviren in der jüngsten Zeit. Der oder die Autoren des Wurms nutzen dabei eine Sicherheitslücke in den Microsoft-Betriebssystemen NT 4.0 und 2000. Für diesen Fehler gibt es zwar inzwischen eine Korrektur, allerdings wird sie nicht überall eingesetzt.

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