Nur Mini-Erlös möglich
Diax und Sunrise planen vor UMTS-Auktion Fusion

Zwei der verbliebenen fünf Interessenten wollen noch vor Beginn der Auktion eine Kooperation ankündigen. Damit wären für vier Lizenzen nur noch vier Interessenten da.

Reuters ZÜRICH. Gemäss einem Artikel in der "SonntagsZeitung" führen die beiden Schweizer Telekomunternehmen Diax und Sunrise im Vorfeld der am Montag startenden UMTS-Auktion Fusionsverhandlungen. Wie es im Artikel hiess, solle noch am Sonntag eine entsprechende Absichtserklärung unterzeichnet werden. Weder bei Sunrise noch Diax wollte jemand Stellung zu den Gerüchten nehmen. Am Montag startet in der Schweiz die Versteigerung von vier UMTS-Mobilfunklizenzen. Würden sich Sunrise und Diax zusammentun, wären nur noch vier Teilnehmer am Start und die Auktion wäre nach der ersten Runde beendet.

Im Vorfeld der Auktion haben sich bereits fünf von zehn Bewerbern zurückgezogen; darunter die T-Mobile der Deutschen Telekom, die norwegische Telenor, Hutchison 3G Europe, Cablecom und Teldotcom.

Im Rennen verbleiben nun noch die Swisscom , die sich erst vor wenigen Tagen mit der britischen Vodafone einen starken Partner sicherte. Weiter haben sich auch die diAx-Tochtergesellschfaft dSpeed und Orange Communications, die mehrheitlich von der France Telecom gehalten wird, für die Auktion angemeldet. Diese drei Unternehmen verfügen in der Schweiz bereits über eine GSM-Mobilfunklizenz. Auch Sunrise, die im Schweizer Markt Telefondienste anbietet und auch die spanische Telefonica, für die die Eidgenossenschaft noch Neuland ist, werden mitbieten.

Falls nach einer Fusion von Diax und Sunrise nur noch vier Bieter übrig bleiben, dürften die vier Konzessionen nach der ersten Runde zum Mindespreis von 50 Mill. Franken je Lizenz versteigert werden. In Expertenkreisen war zuvor erwartet worden, dass für alle vier Lizenzen bis zu zwei Mrd. Euro bezahlt würden.

In einem am Samstag auf Schweizer Radio DRS ausgestrahlten Interview erklärte Swisscom-Chef Jens Alder auf die denkbare Möglichkeit angesprochen, dass am Montag nur noch vier Interessenten für die vier Lizenzen vorhanden sein könnten: "Das wäre super". Alder erklärte aber ebenfalls mit Blick auf die Auktion: "Ich persönlich bin pessimistisch, weil es werden vier Frequenzen versteigert, und einer mehr in dieser Auktion mit einer grossen Ambition heisst, es kann sehr hohe Preise geben. Ich persönlich bin eher pessimistisch.

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