Nur noch spekulativ orientierte Käufer
Broadvision-Aktie stürzt auf Jahrestief

Die Aktie des am Neuen Markt und an der US-Technologiebörse Nasdaq gelisteten Softwareherstellers Broadvision AG ist am Montag zeitweise mehr als 14 % auf ein Jahrestief von 1,42 ? gestürzt.

Reuters FRANKFURT. Bereits am vergangenen Freitag hatte das Papier an der Nasdaq über 14 % eingebüßt. "Ich sehe für Broadvision keine Zukunft mehr", sagte ein Händler mit Blick auf das ehemalige Aushängeschild des Neuen Marktes.

Experten begründeten die Kursverluste des Nemax 50-Unternehmens mit den Nachwirkungen der Entscheidung der amerikanischen Rating-Agentur Standard & Poor's (S & P) vom vergangenen Donnerstag, wonach das Unternehmen zum 31. August aus dem US-Index S&P 500 herausgenommen wurde.

"Broadvision ist ein Unternehmen, das da nicht mehr hin gehört", sagte SES Research-Analyst Felix Ellmann zu der Entscheidung, den Software-Hersteller aus dem wichtigen US-Index herauszunehmen. "An der Nasdaq werden die Kurse des Neuen Marktes gemacht", fügte er hinzu. Ein Händler sagte: "Wir haben heute das vollzogen, was am Freitag in den USA passiert ist." Seiner Einschätzung nach ist die Broadvision-Aktie nur noch ein Spielball von spekulativ orientierten Privatanlegern. "Institutionelle Anleger werden nicht mehr auf Käuferseite auftreten."

Den höchsten Stand des Jahres erreichte das Papier am 17. Januar bei 20,00 ?. Seitdem haben die Titel knapp 93 % ihres Wertes verloren.

Ebenfalls auf ein Jahrestief fielen die Papiere des BroadVision-Konkurrenten Intershop. In der Spitze verloren die Titel bei für den Tag hohen Umsätzen mehr als 15 % auf 2,00 ?.

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