Nur noch vier Bieter
Verkauf der Deutsche-Städte-Medien geht in den Endspurt

Nur noch vier Bieter sind beim Wettstreit um die Übernahme der Deutsche-Städte-Medien übrig geblieben. Damit geht das Verfahren, das bis Jahresende abgeschlossen sein soll, in den Endspurt.

HB DÜSSELDORF. Nur noch der Kölner DSM-Konkurrent Ströer AG, die US-Medienkonzerne Viacom und Clear Channel sowie die Beteiligungsfirma Apax Partners sind noch am Bieterverfahren um den Außenwerbevermarkter Deutsche Städte-Medien (DSM) beteiligt. Das bestätigten verhandlungsnahe Kreise: "Vier Bieter haben die nächste Runde erreicht und bekommen nun Zugang zu detailliertem Zahlenmaterial." Ausgeschieden sind damit unter anderem der Berliner Außenwerbevermarkter Wall AG, sowie die spanische Firma Cemosa. Der französische Konzern JC Decaux war vor wenigen Tagen selbst aus dem Verfahren ausgestiegen.

DSM-Aufsichtsratschef Constantin Alsheimer lehnte einen Kommentar zur Zahl der übrig gebliebenen Bieter und deren Identität ab. Er bestätigte lediglich, dass der Verkaufsbeirat zusammen mit dem Verhandlungsführer am Freitag den Bieterkreis eingeengt habe. Die im Rennen verbliebenen Kandidaten könnten nun eine so genannte Due Dilligence, eine genaue Prüfung der Wirtschaftsdaten von DSM, starten. Bis Jahresende solle der Verkauf abgeschlossen sein. "Wir streben sogar an, noch vor Weihnachten eine Entscheidung zu treffen", sagte Alsheimer.

Die aus dem Verfahren ausgeschiedene Wall AG hatte einer Sprecherin zufolge einen Kaufpreis von 200 Mill. Euro plus 50 Mill. Euro an Neuinvestitionen geboten. "Wir gehen davon aus, dass der Kaufpreis entscheidend war und andere wesentlich mehr geboten haben", mutmaßt die Sprecherin. Sprecher von Ströer, Apax Partners und DSM lehnten einen Kommentar zu dem laufenden Verfahren ab. Bei Viacom und Clear Channel war zunächst niemand zu erreichen.

Die DSM, die rund 30 Städten und Kommunen gehört und Werbeflächen wie Plakatwände auf öffentlichem Grund vermarktet, steht seit dem Sommer zum Verkauf. Betreut wird Bieterwettbewerb von der Bank Sal. Oppenheim und der Unternehmensberatung PriceWaterhouseCoopers.

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