Nur "pyrotechnische Material"
Bombenattrappe bedrohte deutsches Generalkonsulat in Nowosibirsk

Nach dem Fund einer Übungshandgranate und eines Flugabwehrgeschosses schlossen die russischen Behörden am Donnerstag einen Terrorakt aber aus.

dpa NOWOSIBIRSK. Unbekannte haben mit einer Bombenattrappe das deutsche Generalkonsulat in der russischen Stadt Nowosibirsk bedroht. Nach dem Fund einer Übungshandgranate und eines Flugabwehrgeschosses schlossen die russischen Behörden am Donnerstag einen Terrorakt aber aus. "Das war banales, aber sehr dreistes Rowdytum", sagte der stellvertretende Präsidentenbevollmächtigte für Sibirien, Wadim Gontscharow.

Ein russischer Polizist hatte den vermeintlichen Sprengsatz mit einer gespannten Zündschnur am Mittwoch am Eingang zur Visaabteilung entdeckt, sagte der Kanzler des Generalkonsulates, Wolf-Rüdiger Tietz. Experten beschlossen, die angebliche Bombe vor Ort zu sprengen. Dabei habe es nur einen Knall von "pyrotechnischem Material", aber keine Sprengstoffexplosion gegeben, sagte Tietz.

Die diplomatische Vertretung Deutschlands in der sibirischen Metropole 2800 Kilometer östlich von Moskau liegt im frei zugänglichen Innenhof eines großen Hotelkomplexes. Tietz sagte, in den vergangenen Jahren seien mehrfach die deutsche Flagge oder das Eingangsschild zum Konsulat abgerissen worden. Es habe außerdem Demonstrationen einer linksradikalen Partei gegeben, zum Beispiel während der NATO-Angriffe auf Jugoslawien in der Kosovo-Krise 1999.

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