Nur Sabine Völker durfte zufrieden sein
Fulminanter Fehlstart

Nach der historischen Pleite der Kufen-Ladies zum Auftakt der Weltcup-Saison in Hamar herrscht Rätselraten um die Gründe. Klar scheint nur: Die Verunsicherung bei den Eisschnellläuferinnen um Anni Friesinger und Claudia Pechstein ist nun groß.

HB HAMAR/BERLIN. Schulterzucken und Kopfschütteln: Nachdem die erfolgsverwöhnten Eislauf-Damen erstmals seit dem 21./22. Januar 1994 im Weltcup ohne Podestplatz geblieben waren, wusste niemand eine Antwort auf die Frage nach dem Warum. Vor über zehn Jahren war in Innsbruck jedoch nur die zweite Garnitur am Start, noch nie zuvor in der Geschichte der seit 1985 laufenden Rennserie standen die deutschen Damen neben dem Treppchen, wenn die erste Garde antrat.

"Ich begreife das nicht. Noch eine Woche zuvor war bei den deutschen Meisterschaften eine gute Entwicklung zu erkennen. Doch die erhofften Steigerungen sind ausgeblieben", urteilte Cheftrainer Helmut Kraus nach dem medaillenlosen Auftakt im Wikingerschiff. Die großen Enttäuschungen des ersten Weltcup-Wochenendes verbanden sich ausgerechnet mit den Namen der sonstigen Aushängeschilder Anni Friesinger und Claudia Pechstein.

"Ich habe mich eigentlich gut gefühlt. Aber mit dem Startschuss war alles weg. Es ging einfach nichts mehr. Ich war völlig verkrampft", gestand Doppel-Weltmeisterin Anni Friesinger nach ihrem deprimierenden neunten Platz auf ihrer Schokoladenstrecke über 1500 m, auf der sie vor reichlich zwei Jahren auch den Olympiasiege erkämpft hatte und zugleich den Weltrekord hält. An einen ähnlich schlechten Saisoneinstieg konnte sich die 27-jährige Inzellerin nicht erinnern. Nur einmal, als sie vor zehn Jahren als noch namenlose Juniorin ohne Siegambitionen in den Weltcup-Zirkus einstieg, war sie mit Rang 22 über 1500 m schlechter gewesen.

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