Nur Salär bei Versorgern und in der Metall- und Elektroindustrie kletterten stärker
Gehälter in der TK-Branche stiegen überdurchschnittlich

woll BONN. Einen überdurchschnittlichen Gehaltszuwachs verzeichneten Fach- und Führungskräfte der Telekommunikationsbranche im vergangenen Jahr. Während das Statistische Bundesamt für das produzierende Gewerbe, den Handel sowie das Kredit- und Versicherungsgewerbe nur eine Steigerungsrate von 2,95 Prozent ausweist, erzielte die Telekommunikations-Branche ein Plus von 4,44 Prozent. Zu diesem Ergebnis kommt das Bonner Marktforschungsinstitut Ifkom in seinem Gehaltsvergleich, den es auf einer Basis von 3 350 Fragebögen erstellt hat, 630 davon aus der Telekommunikations-Branche.

Im Branchenvergleich rangiert die Telekommunikation im oberen Mittelfeld, übertroffen nur von der Metall- und Elektroindustrie sowie dem überregionalen Energieversorgern. Innerhalb der Branche führen die Telekommunikations-Hersteller die Gehälter an: Während bei den Telefongesellschaften (ohne Telekom) 50 Prozent der Gehälter unter 150 000 Mark angesiedelt sind, ist dieser Wert bei den Telekommunikationsherstellern mit 168 000 Mark signifikant höher. Schwierig ist ein direkter Vergleich mit der Deutschen Telekom, da dort ein Großteil der Einkommens-Empfänger Beamte sind, die nicht der Sozialversicherungspflicht unterliegen. IfKom trägt dem durch einen Korrekturfaktor von 20 Prozent auf die Brutto-Gehälter Rechnung. Danach liegt die 50-Prozent-Grenze bei der Telekom mit einem Wert von 136 000 Mark knapp unter der der konkurrierenden Telefongesellschaften. Dafür jedoch bezahlt die Telekom ihre Spitzenkräfte ausgesprochen gut: 25 Prozent der Gehälter liegen über der Grenze von 190 000 Mark, im Gegensatz zu 188 000 Mark bei überregionalen und 184 000 Mark bei regionalen Anbietern.

Die wöchentliche Arbeitszeit liegt in der Telekommunikation weit über dem tariflichen Niveau: In der Unternehmensleitung liegt sie bei durchschnittlich 60 Stunden, bei den Fachkräften bei durchschnittlich 45 Stunden. Als Ausgleich dafür wünscht sich die Mehrheit einen frühen Ruhestand (61 Prozent) oder Freizeitausgleich (52 Prozent).

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%