Nur sieben Waffen abgegeben
Tschetschenische Rebellen ignorieren Putins Angebot

afp MOSKAU. Ein Teilamnestie-Angebot des russischen Präsidenten Wladimir Putin an tschetschenische Rebellen ist bislang weitgehend auf Ablehnung gestoßen: Mehr als 48 Stunden nach Fristbeginn für eine freiwillige Waffenabgabe gaben die Untergrundkämpfer lediglich sieben Waffen aus, wie der Entsandte des russischen Innenministeriums in Grosny, Achmed Dokajew, am Donnerstag mitteilte. Darunter seien vier Granatenwerfer, zwei Gewehre und ein Maschinengewehr. Er hoffe, dass die Rebellen in den letzten Stunden des Ultimatums bei ihrer Waffenabgabe "aktiver" würden.

Putin hatte den Rebellen in der abtrünnigen Kaukasusrepublik am Montag eine 72-Stunden-Frist gesetzt, um mit Vertretern der russischen Regierung über eine Amnestie zu verhandeln. Verteidigungsminister Sergej Iwanow sagte der Zeitung "Trud", dies sei "die letzte Gelegenheit" für die tschetschenischen Kämpfer. Die russische Armee war am 1. Oktober 1999 erneut in die Kaukasusrepublik einmarschiert und hält seither den größten Teil Tschetscheniens unter Kontrolle.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%