Nur vage finanzielle Zusagen
Entwicklungsländer fordern mehr Hilfe beim Kampf gegen Wüsten

dpa BONN. Auf der UN-Wüstenkonferenz haben die von der Bodenverödung betroffenen Entwicklungsländer vergeblich mehr bindende Zusagen zur finanziellen Unterstützung von den reichen Ländern gefordert. Diese Differenz belaste die Verhandlungen und den weiteren Kampf gegen die weltweit voranschreitende Wüstenbildung, erklärte der Direktor des UN-Wüstensekretariats, Hama Arba Diallo, zum Abschluss der zweiwöchigen Konferenz am Freitag in Bonn. Nur wenige Länder seien bereit, Geld für die Bekämpfung der Wüstenbildung zu geben. Von Seiten der Entwicklungsländer hieß es, trotz der weltweit voranschreitenden Verödung und Trockenheit werde die UN-Konvention von den Industrieländern nur als zweitrangig behandelt. Diallo resümierte die Enttäuschungen, die von den Entwicklungsländern geäußert wurden: "Diese Konvention hat nicht die Unterstützung, die sie benötigt."

Die Industrieländer seien nur zu vagen finanziellen Zusagen bereit gewesen, über deren Konkretisierung erst zu einem späteren Zeitpunkt weiter beraten werden soll, hieß es aus Delegationskreisen. Bundesentwicklungsministerin Heidemarie Wieczorek-Zeul (SPD) sprach dennoch davon, dass die Umsetzung der UN-Konvention gegen die Wüstenbildung auch mit der Bonner Konferenz "auf gutem Wege" sei.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%